Förder-Initiative: WKÖ unterstützt Info-Kampagne

Mitterlehner will Ausschüttungsgrad der Gelder an KMU erhöhen

Wien (PWK773) - Den Dschungel an komplexen und unzähligen Fördersystemen ein wenig zu lichten, ist das Ziel der heute, Montag, im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellten Fördermittel-Datenbank. Die Initiative der Projektpartner Wirtschaftskammer Österreich, Microsoft, Hewlett Packard und Intel zielt darauf, insbesondere die auf europäischer Ebene vorhandenen Firmenfördergelder abzuholen. Reinhold Mitterlehner, stellvertretender Generalsekretär der WKÖ, geht es vor allem darum, den Ausschöpfungsgrad der in den EU-Strukturfonds vorhanden Mittel für die heimischen KMU zu erhöhen. "Wir wollen hier nahe an die 100 Prozent kommen, im Interesse unserer Betriebe."

So fließen in der laufenden Strukturfondsperiode 2000 - 2006 etwa 2 Mrd. Euro an EU-Mittel nach Österreich. Inklusive nationaler Kofinanzierung und entsprechend privaten Eigenleistungen handelt er sich um ein Projektvolumen von etwa 6,8 Mrd. Euro. Mit dieser Initiative werde jedenfalls eine weitere Möglichkeit geschaffen, noch mehr Betriebe noch gezielter anzusprechen. Für viele Unternehmen seien Förderungen inzwischen ein wichtiger Überlebensfaktor, so Mitterlehner.

Der WKÖ-General nutzte aber auch die Gelegenheit, um auf die förderpolitische Agenda der Wirtschaftskammer einzugehen. "Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der künftigen EU-Förderperiode der Strukturfonds 2007 - 2013 und damit auf der künftigen Ausgestaltung der Strukturfonds. Hier wollen wir einen Schwerpunkt bei der KMU-Förderung und der Förderung von jenen Grenzregionen, die an die neuen Mitgliedsstaaten grenzen."

Beim 7. Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung drängt die WKÖ auf eine Entbürokratisierung und Vereinfachung, sodass KMU leichter zu Fördermitteln gelangen können. In Österreich selbst geht es Mitterlehner darum, Mikrofinanzierungsprogramme zu finanzieren, also Förderungen von Finanzierungen von bis zu 25.000 Euro. Das sei vor dem Hintergrund bestehender Förderuntergrenzen bei Bundesförderstellen besonders wichtig.

Ebenfalls auf der To-do-Liste steht aus der Sicht Mitterlehners eine bessere Koordinierung von Bundes- und Landesförderungen - etwa indem der Bund Haftungen übernimmt und die Länder sich um die Zuschüsse kümmern - und die Modernisierung der Antragstellung durch den Einsatz von e-government im Förderwesen. (us)

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