Kaske: "Rabattlöhne sind für uns nicht akzeptabel!"

Tourismusbeschäftigte sind in der Arbeitszeitfrage flexibel genug

Wien (HGPD/ÖGB) - Bei der heutigen Diskussionsveranstaltung "Arbeitszeit = Lebenszeit - auch im Tourismus?" in der Arbeiterkammer Wien sprach sich der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske, gegen noch mehr Flexibilisierung der Arbeitszeit in der Branche aus: "Im Tourismus verdienen die Menschen jetzt schon im Durchschnitt ein Drittel weniger als in anderen Branchen. Dazu haben wir als Tourismusgewerkschaft ein außerordentliches Maß an Flexibilität in den Kollektivverträgen bewiesen. Daher betone ich, dass Rabattlöhne -also Streichung von Überstundenzuschlägen - für uns nicht akzeptabel sind." ++++

Kaske erklärte abschließend: "Der Gewerkschaft HGPD geht es um eine Verbesserung des gesellschaftlichen Status der Tourismusbeschäftigten, um ein besseres Arbeitsklima, um Aufstiegschancen und um ein modernes Lohnsystem." In einer Branche, in der 62,5 Prozent der Beschäftigten Frauen sind, müsse man auch an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, überschaubare Arbeitszeiten und moderne Zeiterfassungssysteme denken. Attraktive Berufsbilder und Karrierechancen seien notwendig, um zu verhindern, dass der Tourismus eine Fluchtbranche bleibt. (kk)

ÖGB, 17. Oktober
2005
Nr. 583

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