Niederwieser: Auch Armutskonferenz fordert Gemeinsame Schule

ÖVP in selbst gewählter bildungspolitischer Sackgasse

Wien (SK) - "Die heute von der Armutskonferenz erhobene Forderung nach einer Gemeinsamen Schule zeigt einmal mehr, wie sehr sich die ÖVP in einer ideologisch selbst gewählten bildungspolitischen Sackgasse befindet", so SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Nicht nur die SPÖ fordere schon seit langem die Gemeinsame Schule, auch die Zukunftskommission, das Österreichische Institut für Familienforschung (ÖIF) und die OECD haben in deren Berichten festgestellt, dass frühe Selektion und ein gegliedertes Schulsystem die Chancengleichheit im Bildungssystem verhindern, betonte Niederwieser. ****

Der aktuelle OECD-Bericht 2005 "Bildung auf einen Blick" komme zu dem Ergebnis, dass jüngere SchülerInnen stärker von ihren Eltern und deren Ressourcen abhängig sind, so der SPÖ-Bildungssprecher. "In Systemen mit einem hohen Grad an Bildungsdifferenzierung ist es für betuchte Eltern leichter, die Bildungschancen ihrer Kinder zu fördern, als in einem System, in dem die entsprechenden Entscheidungen zu einem späteren Zeitraum getroffen werden", sieht Niederwieser seine Forderung von den OECD-Erkenntnissen bestätigt.

Die nächste "verpasste Gelegenheit" sei die Reform der LehrerInnenbildung, bei der die Regierungsparteien an der getrennten Ausbildung für Hauptschul- und AHS Unterstufenlehrer festhalten wollen, so der SPÖ-Bildungssprecher. "Besonders versagt hat in diesem Zusammenhang das BZÖ. Bis vor kurzem hat Staatssekretär Schweitzer noch einen reinen Schildertausch auf der Eingangstür der Pädak für inakzeptabel erklärt", schloss Niederwieser. (Schluss) cs/mp

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