Wirtschaft und Sport - 6 Milliarden Wertschöpfung

Mitterlehner: Kreativität und Design Stärken der österreichischen Wirtschaft - diese Stärken müssen für Kooperation von Wirtschaft und Sport genützt werden

Wien (PWK772) - "Wir, die Wirtschaftskammer Österreich, kümmern uns seit 60 Jahren - seit unserem Bestehen - um den Sport allgemein und die Verbindung des Sports mit der Wirtschaft", betonte Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stellvertreter der WKÖ, im Rahmen der Eröffnung des Symposiums "creativwirtschaft und Sport - move on!", heute Freitag im Museum für angewandte Kunst in Wien (MAK). Die Eröffnung wurde von Mitterlehner gemeinsam mit der Vorsitzenden der "arge creativ wirtschaft austria", Carina Felzmann und Friedrich Stickler, ÖFB-Präsident, vorgenommen. Mit dem Symposium will die "arge creativ wirtschaft austria" der WKÖ bestehende und künftige Chancen der intensiven Kooperation zwischen Wirtschaft und Sport setzen. Denn, so Mitterlehner, Österreich weise als Sportnation und Land der Kreativen Stärken auf, die vermehrt genützt werden könnten.

Die große volkswirtschaftliche Bedeutung des Sports zeigt sich in der Wertschöpfung von fast 6 Milliarden Euro - das entspricht beinahe drei Prozent des BIP. Zusätzlich werden über 100.000 Arbeitsplätze in Österreich durch den Sport gesichert. Die großen Auswirkungen des Sports auf die Beschäftigten lassen sich an den 4.200 Gewerbeberechtigungen mit direktem Sportbezug erkennen. Der Bogen spannt sich dabei von Golflehrern über Fitness-Center und Ballonfahrer bis hin zu Spielervermittlern, Sportveranstaltern und -managern.

Die Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Sport gewinnt mehr und mehr an Bedeutung und stellt für beide Seiten eine Win-Win-Situation dar. Sportveranstaltungen aller Art, sportliche Großereignisse wie Welt- oder Europameisterschaften einerseits und die immer größer werdende Bedeutung des Sports in der Freizeit andererseits sind Motivations- und Wirtschafts-Turbos. Mitterlehner: "Sie sind wichtige Impulsgeber für die heimische Industrie, den Tourismus und den Handel - aber eben auch für das kreative Potenzial in unserem Land. Durch Großveranstaltungen, wie Ski-Weltmeisterschaften oder die Euro 2008 bietet sich die Chance auf unsere Produkte, unsere Kreativität und unser Exportpotential verstärkt aufmerksam zu machen."

Der Export ist und bleibt der Wachstumsmotor der österreichischen Wirtschaft und gerade bei Exportprodukten im Bereich Sport ist Österreich eine Top-Nation. Österreich exportiert drei Mal mehr Sportprodukte als es einführt. Österreich könne aber auch bei Sportprodukten, wie auch generell, nicht auf Massenproduktion setzen, so Mitterlehner. "Unsere Stärke ist Qualität und da kommt dem Design große Bedeutung zu. Gerade im Sport entscheidet gutes Design und Funktionalität von Produkten über den Erfolg am Markt." Daher liege der WKÖ viel daran, Design und Sport noch näher zu bringen. Gemeinsam mit dem AWS hat die WKÖ in diesem Zusammenhang das "Impulsprogramm" zur Förderung "junger Kreativer" aus dem Bereich Multimedia, Design und Musik ins Leben gerufen, das alleine für heuer mit einer Gesamtfördersumme von rund 3 Mio. Euro dotiert war. Der zweite Call des Förderprogramms startet noch heuer im Dezember.

Weiters unterstützt die WKÖ seit 2004 mit einem europaweit einzigartigem Projekt, der WIFI-Sporthilfe-Akademie, Sportler, die nach ihrer aktiven Karriere den Weg in die Wirtschaft suchen. Es werden eine Vielzahl von Modulen der Aus- und Weiterbildung für Spitzensportler geboten, die sie noch während ihrer aktiven Zeit in Anspruch nehmen können. Zurzeit sind rund 100 Sportler in dieses Programm integriert, etwa Kate Allen, Roman Hagara oder Werner Schlager. Ein besonderes Augenmerk hat die WKÖ auch auf die betriebliche Gesundheitsförderung gelegt. Mitterlehner: "Denn ohne gesunde und motivierte Mitarbeiter werden wir im globalen Wettbewerb nur eine Nebenrolle spielen." Sportliche Angebote in Unternehmen werden daher künftig eine immer größere Rolle spielen. Das Ziel sei, alle heimischen Unternehmen für das wichtige Thema der betrieblichen Gesundheitsvorsorge zu sensibilisieren. (BS)

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