Wirtschaftskammer Niederösterreich: Öffnungszeiten: NÖ Handelsobmann Schirak zu Landesrätin Kranzl: NÖ Öffnungszeitenregelung hat sich bestens bewährt!

Wien (OTS) - Mit Verwunderung reagiert der Obmann der Sparte
Handel in der Wirtschaftskammer NÖ, KommR Sepp Schirak, auf die gestrige Ankündigung von Konsumentenschutz-Landesrätin Christa Kranzl, in Niederösterreich eine Konsumentenbefragung zum Thema Öffnungszeitenverlängerung durchzuführen.

Das Ergebnis einer solchen Befragung lasse sich laut Schirak relativ leicht vorhersagen. Rund 80 Prozent der Konsumenten und mehr als 90 Prozent der Handelsangestellten lehnen eine Sonntagsöffnung bzw. ein Offenhalten in der Nacht ab. Ähnlich stark ist die Ablehnungsfront auch bei den Handelsbetrieben. Demzufolge fordert derzeit auch keine Partei bzw. keine Interessenvertretung eine Ausweitung der Öffnungszeiten. Auch der NÖ Landtag hat mit einem einstimmigen Beschluss ein klares Bekenntnis gegen die Sonntagsöffnung abgegeben.

Ich verstehe daher den Vorstoß von Landesrätin Kranzl nicht, zumal wir 2003 die Frage der Öffnungszeiten ausführlich diskutiert haben und für Niederösterreich einen hervorragenden Kompromiss mit den Arbeitnehmervertretern - zwischen den Erfordernissen der EU-Erweiterung und einer vernünftigen Politik für Klein- und Mittelbetriebe - gefunden haben. Ich halte wenig davon, das Thema alle 1 bis 2 Jahre wieder aufzuwärmen, wenn ohnehin klar ist, dass es ein klares, breites Bekenntnis gegen Nachtöffnung und Sonntagsöffnung gibt." Gerade im Handel gäbe es viele wichtigere Themen weiter zu verfolgen, wie etwa die Sicherung der Nahversorgung und die Aufrechterhaltung einer Angebotsvielfalt im Handel, so Schirak. "Beim Öffnungszeitengesetz habe ich hier einen maximalen wöchentlichen Gesamtoffenhalterahmen von 66 Stunden durchgesetzt, der sicherstellt, dass auch Nischen für kleinere Betriebe verbleiben", so Schirak.

Heftige Kritik übt Schirak auch an den Aussagen von Landesrätin Kranzl, dass der Einzelhandel Frauen generell schlecht bezahle, in Teilzeitarbeit dränge und unqualifizierte Tätigkeiten anbiete. "Objektiv gesehen ist der Einzelhandel gerade für die Beschäftigung von Frauen ein wahrer Jobmotor, ohne den wir massive Probleme am Arbeitsmarkt hätten. Teilzeitarbeit und flexible Beschäftigungsmöglichkeiten sind gerade von Frauen oft gewünscht", so Schirak, da damit eine Verbindung von Beruf und Familie möglich sei. "Wenn es arbeitsrechtliche Beanstandungen gibt, sollen diese konkret genannt werden. Ich wehre mich jedoch gegen eine pauschale Verunglimpfung einer im Wettbewerb stehenden Branche, die in Wahrheit einen unersetzbaren Beitrag für die Beschäftigung von Frauen leistet", schließt Schirak.

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