Italien: ÖAMTC-Schwesterclub ACI fordert Einführung der Mehrphasenausbildung

Österreichs Mehrphasenausbildung wird zum Erfolgsmodell für Europa

Wien (OTS) - Bei der internationalen Verkehrssicherheitskonferenz des italienischen Automobilclubs ACI, eines Schwesterclubs des ÖAMTC, in Riva del Garda in Italien hielt ÖAMTC-Präsident Werner Kraus einen vielbeachteten Vortrag über die in Österreich getroffenen Maßnahmen zur Reduktion der Verkehrsunfälle. Kraus stellte eindrucksvoll die bereits erkennbaren Auswirkungen der österreichischen Maßnahmen dar, um das Ziel der Europäischen Kommission, die Zahl der Unfalltoten bis 2010 zu halbieren, zu erreichen.

Die positiven Auswirkungen durch die Einführung der Mehrphasenausbildung in Österreich können bereits anhand von Trends in der Unfallentwicklung abgeschätzt werden. "So ist das Unfallgeschehen zwischen dem ersten Halbjahr 2002 und 2005 insgesamt um 816 Unfälle oder 4 Prozent bzw. um 73 Getötete, das sind 18 Prozent, zurückgegangen. Bei den Führerscheinneulingen hingegen ist im selben Zeitraum das Unfallgeschehen um 15 Prozent, die Zahl der Getöteten bei Unfällen mit Führerscheinneulingen gar um 41 Prozent zurückgegangen", so ÖAMTC-Präsident Werner Kraus.

Der Mehrphasenführerschein wurde in Österreich Anfang 2003 gesetzlich eingeführt. Jeder Fahranfänger muss im ersten Jahr nach dem Führerscheinerwerb ein Fahrsicherheitstraining mit psychologischem Gruppengespräch sowie zwei Perfektionsfahrten absolvieren.

Aufgrund dieser positiven Ergebnisse aus Österreich, hat der italienische Automobilclub ACI als die zentrale Forderung zur Hebung der Verkehrssicherheit, die Einführung der Mehrphasenausbildung von der italienischen Regierung gefordert.

Der Präsident des italienischen ÖAMTC-Schwesterclubs informierte auch darüber, dass in Italien derzeit weitere Fahrsicherheitszentren nach dem Vorbild der österreichischen ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren geplant sind. Die Gemeinde Trient und der Automobil Club von Trient waren von der eindrucksvollen Arbeit im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum Tirol bei Innsbruck so begeistert, dass ein Grundstück zur Verfügung gestellt wurde und in Kürze mit der Realisierung begonnen wird.

Der ÖAMTC hat mit seinen neun, weit über Österreichs Grenzen hinaus anerkannten Fahrsicherheitszentren als einziger Anbieter weltweit ein flächendeckendes Fahrsicherheits-Netzwerk. ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren gibt es in Niederösterreich in Teesdorf und am Wachauring bei Melk, in der Steiermark in Lang-Lebring und Kalwang, in Kärnten in Mölbling, in Oberösterreich in Marchtrenk, in Salzburg in Saalfelden, in Tirol bei Innsbruck/Süd und in Vorarlberg in Röthis.

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