Grüne Wien: EKZ Praterstadion: Grüne bringen Beschwerde bei EU-Kommission ein

Maresch: "UVP-Vermeidung bei Großprojekten hat in Wien Methode!"

Wien (OTS) - "Es ist unerträglich, wie die Wiener Landesregierung mit dem Instrument der UVP umgeht", erklärt Rüdiger Maresch, der Umweltsprecher der Grünen Wien, anlässlich des heute erfolgten Spatenstichs zum Einkaufszentrum beim Praterstadion in der Leopoldstadt. Sowohl bei diesem Projekt als auch bei der Errichtung der Parkhäuser am Messegelände haben die Errichter gemeinsam mit der Stadt Wien eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) abgewehrt, um Zeit und Kosten zu sparen. Dadurch wurden nicht nur die Interessen der AnrainerInnen beschnitten, sondern auch EU-Recht nicht beachtet. "Deshalb werden wir nächste Woche eine diesbezügliche Beschwerde an die EU-Kommission abschicken", kündigt Maresch an.

"Wir setzen uns für die Interessen der betroffenen BürgerInnen ein und nicht für die Interessen der Investoren", kritisiert Adi Hasch, der Spitzenkandidat der Grünen Leopoldstadt die "Drüberfahr-Mentalität" der SPÖ. Entlang der Stadtentwicklungsachse an der neuen U2 werden eine Reihe von Projekten - Messe Wien, EKZ Stadion, Bürohochhaus Trabrennstraße, Bürozentrum Perspektivstraße -umgesetzt, bei denen die AnrainerInnen nicht viel mitzureden haben. "Wir erwarten uns von der EU-Beschwerde, dass eine nachträgliche UVP die Belastungen für die AnrainerInnen zumindest abschwächt", so Hasch abschließend.

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