WKNÖ-Vizepräsident Kiermaier für mehr Wärmedämmung und weniger Biosprit

Sanierung von Gebäuden schafft Arbeitsplätze und spart Energie

St. Pölten (SPI) - Eine stärkere Förderung der Wärmedämmung von Gebäuden verlangt WKNÖ-Vizepräsident Günter Kiermaier. Er verweist darauf, dass die thermische Sanierung von Gebäuden für Beschäftigung und Umwelt wesentlich größere Effekte bringt als der Einsatz von Biosprit. "Bei gleichem finanziellem Aufwand kann man mit Maßnahmen zur Wärmedämmung dreimal mehr Energie einsparen", stellt Kiermaier fest. "Vor allem aber schafft man Arbeitsplätze im Inland und nicht vorwiegend im Ausland!"****

"Mehr Investitionen in Gebäudesanierungen bringen unseren Gewerbe-und Handwerksbetrieben zusätzliche Aufträge. Dadurch könnten binnen kürzester Zeit tausende neue Jobs geschaffen werden", gibt der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes NÖ zu bedenken.

"Diesen Beschäftigungseffekt haben wir beim Biokraftstoff leider nicht. Nur ein relativ geringer Teil des für die Produktion von Biodiesel erforderlichen Raps wird in Österreich angebaut. Es profitieren daher in hohem Maß Rohstoffproduzenten im Ausland. Außerdem dürfte der Biokraftstoff die Treibstoffpreise weiter in die Höhe drücken, wodurch die Wirtschaft noch mehr eingebremst wird."

Unverständlich sei daher, dass die Beimischung von Biokraftstoff zu herkömmlichen Treibstoffen nun in größeren und schnelleren Schritten erfolgt als es die EU vorsieht. "Die Regierung wäre gut beraten, sich an die Vorgaben der EU-Richtlinie zu halten. Und sie sollte dafür sorgen, dass es in Österreich mehr Anbauflächen für Raps und weniger brach liegende Felder gibt. Die Bracheprämie in der derzeitigen Form ist einfach nicht mehr aufrechterhaltbar."

"Noch wichtiger ist es jedoch, die thermische Sanierung von Gebäuden voranzutreiben. Sie ist die effektivste Maßnahme, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und gleichzeitig Impulse für die Wirtschaft zu setzen", so Kiermaier. "Bei sehr vielen Gebäuden, vor allem aus den 60er- und 70er-Jahren, könnten durch eine bessere Isolierung erhebliche Einsparungen erzielt werden." (Schluss)

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