NULL TOLERANZ DER EVP FRAUEN FÜR TRADITIONSBEDINGTE GEWALT GEGEN FRAUEN

Heute eintägige Konferenz über Zwangsheirat, Ehrenmorde und Genitalverstümmelung in Wien

Wien (ÖVP-PK) - "Viele Migrantinnen, die in der Europäischen Union leben, werden Opfer traditionsbedingter Gewalt, oder sind zumindest davon bedroht. Die "Praktiken traditionsbedingter Gewalt" (harmful traditional practices) reichen von Zwangsheirat über Genitalverstümmelung (FGM) bis zu den Morden im Namen der Ehre. Wir EVP Frauen haben dafür kein Verständnis", sagte die deutsche Abgeordnete zum Europäischen Parlament und Vorsitzende der Frauen der Europäischen Volkspartei (EVP-Frauen), Doris Pack, heute, Freitag. Die christdemokratische Europaabgeordnete nimmt gemeinsam mit rund 50 EVP- Funktionärinnen aus 25 Ländern an einer von den EVP Frauen und dem österreichischen Frauenministerium gemeinsam veranstalteten eintägigen Konferenz zum Thema "Maßnahmen gegen traditionsbedingte Gewalt an Frauen" im österreichischen Parlament teil. ****

Referentinnen bei der Konferenz sind unter anderem die in Österreich lebende Somalierin Waris Dirie und die aus der Türkei stammende Serap Cileli, beide prominente Opfer von und Aktivistinnen gegen traditionsbedingte Gewalt. Sie schildern die schweren Menschenrechtsverletzungen durch weibliche Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratung und die Ehrenmorde.

Im Anschluss an die Präsentation der Maßnahmen durch vier der sechs Ministerinnen werden best practice-Modelle aus den Bereichen Migrantinnenberatung, Polizeiarbeit und Justiz vorgestellt.

Neben der Förderung der Arbeit von Betroffenen für Betroffene seien gesetzliche Verbote eine Grundlage für die Bekämpfung dieser Menschenrechtsverletzungen, aber sie bräuchten noch zusätzliche Maßnahmen, erläuterte Pack. Alle Ministerien, die diese Maßnahmen setzen können, würden in Österreich von Frauen geleitet. "Ich finde die Initiative von Frauenministerin Maria Rauch-Kallat, hier gemeinsam mit ihren Regierungskolleginnen ein Maßnahmenpaket gegen die Verletzung von Frauenrechten zu schnüren, bahnbrechend", so Pack weiter. Im Anschluss an die Konferenz werden die EVP Frauen über eine gemeinsame Erklärung gegen die traditionsbedingte Gewalt an Frauen beraten und abstimmen. "Die EVP Frauen werden die Botschaft in ihren Ländern und ihren Wirkungsbereichen weiter tragen." Die koordinierte Vorgangsweise der österreichischen Ministerinnen habe Vorbildwirkung und werde von den EVP Frauen nicht nur voll unterstützt, sondern "zur Nachahmung empfohlen", schloss Pack.
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