AMS-Wien: Bäume bemalen als Schulungsmaßnahme?

Trainerin zeigt Wiener Schulungswirklichkeit auf

Wien (OTS) - Bei einem Pressefrühstück stellten heute ÖVP Landesparteiobmann Johannes Hahn und Gemeinderat Günter Kenesei die Schulungsmaßnahmen von AMS Wien und WAFF auf den Prüfstand.
Eine AHS-Lehrerin, die als Trainerin für den Verein abz.austria (finanziert von AMS, WAFF, MA 57 und EU) tätig war, und Frauen in ihren Kursen auf den beruflichen Wiedereinstieg vorbereiten sollte, erzählte schier Unglaubliches:

Die Teilnehmerinnen, die diese Kurse besuchen, um Chancen auf beruflichen Wiedereinstieg zu bekommen, beschäftigen sich zunächst acht Wochen lang in einer "Orientierungsphase" beispielsweise damit, Bäume zu bemalen. Warum diese Malstunden ihren Karrierechancen förderlich sein sollen, kann niemand erklären.

Auf formale Kriterien wie Pünktlichkeit, Nicht-Abschalten von Handys, unentschuldigtes Fehlen etc. wird in den Kursen keinerlei Rücksicht genommen. Es bekommen auch alle Teilnehmerinnen von Haus aus positive Zeugnisse, diese werden vom Sekretariat ausgestellt. Die Vortragenden haben keinerlei Einwirkungsrecht darauf!
Auf die Kritik einer Lehrerin an diesem System reagierte die Projektleiterin mit den Worten: "Ihr sollt mit den Teilnehmerinnen spielen und ihr Selbstbewusstsein stärken." Darauf, den Frauen Wissen zu vermitteln und ihnen beim beruflichen Wiedereinstieg wirklich zu helfen, wird kein Wert gelegt.

Günter Kenesei: "Die Arbeitslosen in Wien werden in diese unsinnigen Kurse geschickt, um aus der Statistik zu verschwinden. Die ÖVP wird alles tun, um diese Schulungen zu überprüfen. Wir werden Kontrollamt und, wenn notwendig, Rechnungshof einschalten."

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