AKNÖ-Tipp: Bei Online-Auktionen keine Vorauskassa leisten!

Seriöse Verkäufer akzeptieren Treuhand-Services

Wien (AKNÖ) - Immer mehr Konsumenten versuchen bei
Online-Auktionen ihr Glück und ergattern dabei so manches Schnäppchen. Doch wer nicht aufpasst, wird leicht über den Tisch gezogen. AKNÖ-Internetexperte Michael Dunkl rät ganz entschieden davon ab, bei Internet-Einkäufen vor Erhalt der Waren das Geld zu überweisen: "In gutem Glauben und aus lauter Freude, einen guten Kauf getätigt zu haben, überweisen viele Konsumenten den Kaufpreis auf ein Konto oder schicken das Geld sogar im Briefkuvert an den Verkäufer. Leider kommt es aber immer wieder vor, dass Waren zwar ersteigert aber niemals geliefert werden. Bis der Käufer den Betrug dann wahrnimmt, sind die Hintermänner meist über alle Berge."

Oft werden Voraus-Überweisungen auch nur als eine Art Sicherstellung gefordert. "Gehen Sie darauf nicht ein. Das Risiko, Opfer eines Betruges zu werden, ist in diesen Fällen einfach zu hoch! Es bleibt dann nur noch die Möglichkeit, Anzeige zu erstatten," rät Michael Dunkl.

Aus der Praxis weiß der AK-Konsumentenschützer, dass der Betrug aber manchmal gar nicht weiter verfolgt wird: "Nicht nur, wenn es um kleine Summen geht, auch bei teuren Waren kommt es vor, dass die Opfer nicht zur Polizei gehen, weil es ihnen peinlich ist, einem Betrüger aufgesessen zu sein."

Treuhandservice bietet Sicherheit

Um Schwierigkeiten zu vermeiden, rät Dunkl vor allem bei höheren Beträgen zur Nutzung des von der Auktionsplattform angebotenen Treuhandservice. Der ist zwar kostenpflichtig und wird nur optional angeboten. Aber von einem Treuhänder profitieren beide Vertragspartner, also Käufer und Verkäufer, da zu keiner Zeit eine der beiden Seiten gleichzeitig Ware und Geld bei sich hat - was letztlich das Ziel von potentiellen Betrügern wäre.

Bei Beträgen bis 500 Euro kann auch alternativ der Bezahlservice PayPal verwendet werden, der bis zu dieser Höhe eine gewisse Absicherung bietet. Konsumenten mit einer Kreditkarte oder einem Bankkonto können damit relativ sicher bezahlen. Darüber hinaus reichende Beträge sollten aber unbedingt über den Auktionsplattform eigenen Treuhänder laufen.

Und so geht’s: Der Käufer überweist den vereinbarten Betrag nicht an den Verkäufer, sondern an den Treuhänder. Anschließend erhält der Verkäufer einen Hinweis vom Treuhänder über den Zahlungseingang. Daraufhin kann der Verkäufer die Ware an den Käufer verschicken. Erst wenn dieser den ordnungsgemäßen Eingang der Ware meldet, zahlt der Treuhänder dem Verkäufer das Geld aus.

Die Gebühren (2,50 Euro bei einer Auftragssumme bis 100 Euro, 5 Euro bei einer Auftragssumme bis 500 Euro und 10 Euro bei einer Auftragssumme bis 1.000 Euro und maximal 50 Euro bei einer Auftragssumme bis 50.000 Euro), die durch das Treuhandservice anfallen, kann entweder eine Seite allein bezahlen oder sie werden -je nach Vereinbarung - auf Käufer und Verkäufer aufgeteilt. "Lehnt der Verkäufer vor allem bei teuren Waren die Abwicklung über einen Treuhänder ab, dann ist Vorsicht geboten. Das Risiko, nach erfolgter Vorauskasse keine oder eine mangelhafte Ware zu erhalten, sollte nicht unterschätzt werden", warnt AKNÖ-Experte Dunkl.

Achtung! Gefälschte Treuhandseiten im Internet

Aber selbst vor Treuhandlösungen machen Betrüger nicht Halt. In manchen Fällen werden mit Hilfe gefälschter Webseiten Treuhandservices vorgetäuscht. Nachdem der Käufer an den angeblichen Treuhänder bezahlt oder sobald der Verkäufer vom falschen Treuhänder eine Information über den angeblichen Zahlungseingang vom Käufer informiert wird und daraufhin die Ware absendet, verschwinden die gefälschten Treuhandseiten aus dem Internet und auch der Vertragspartner ist über alle Berge. Meist sind der Verkäufer und der falsche Treuhänder ein und dieselbe Person.

"Darum sollte sicherheitshalber lieber jener Treuhandservice genutzt werden, der von der Auktionsplattform selbst angeboten wird", rät Michael Dunkl abschließend.

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