Westbalkan könnte bis 2015 in EU integriert werden

WKÖ unterstützt Unternehmen beim Ausbau der Handelsbeziehungen mit Westbalkan - Österreich schon jetzt wichtigster Investor

Wien (PWK770) - - Die Südosterweiterung der EU ist der nächste Erweiterungsschritt der Europäischen Union. "Die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens - Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien & Montenegro, Mazedonien - und Albanien, die sich in unterschiedlichen Phasen dieses Prozesses befinden, könnten schon bis 2015 in die ‚europäische Familie’ zurückkehren", sagte Christian Mandl, Leiter der EU-Stababteilung der WKÖ, anlässlich eines Business Breakfast zum Thema ‚Die Südosterweiterung der EU’ in der WKÖ gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Internationale Politik (OIIP). Die österreichische Wirtschaft hat diese Erweiterung schon längst vorweggenommen und hat sich in den fünf Staaten als bedeutender Investor positioniert. Mandl: "In Kroatien, Serbien und Bosnien sind wir die Nummer Eins unter den Auslandsinvestoren." Die WKÖ unterstützt die heimischen Unternehmen beim weiteren Ausbau der Beziehungen mit ihrem umfassenden Programm, dass durch die gemeinsame Internationalisierungsinitiative von WKÖ und Bundesregierung einen zusätzlichen wichtigen Input bekommen hat.

Für Henriette Riegler, Südosteuropa-Expertin des OIIP, ist die "EU-Südosterweiterung ein langfristig orientiertes Friedensprojekt. Die schwachen und instabilen Staaten des so genannten Westbalkan stehen dabei in einem stark asymmetrischen Verhältnis zu der von etablierten Nationalstaaten gebildeten EU. Es sei für die einzelnen Länder nicht leicht, sich auf den Verhandlungspartner EU einzustellen, da die Union oft widersprüchliche Signale setzt und abwechselnd einen regionalen und dann wieder einen bilateralen Ansatz verfolge, so Riegler. "Obwohl Kroatien mit dem Beschluss zur Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen eine Vorreiterrolle für die gesamte Region erlangt hat, ist unsicher, ob die anderen Staaten der Region aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen in dieser ‚Regatta’ nicht abgehängt werden." Das größte Problem für die Annäherung und die Integration der Staaten der Region sei eine rezente "EU-Müdigkeit", die in Europa vorschnell als "Erweiterungsmüdigkeit" aufgefasst werde. (BS)

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