Präsentation Wohnheim Breitensee

Mit Minister Mag. Günther Platter, Wohnbaustadtrat Werner Faymann und Generalmajor Mag. Karl Semlitsch

Wien (OTS) - "Die Unterbringung während Lehrgängen, Kursen sowie die Wohnraumversorgung unserer Soldatinnen und Soldaten soll modern, attraktiv und den neuen Herausforderungen an moderne Einsatzstreitkräfte angemessen sein. Die Erweiterung der Unterbringungskapazität durch die Realisierung des Projekts "Wohnheim BREITENSEE - Bauphase II" ist somit nicht nur ein Beitrag zur Steigerung der Motivation, sondern auch ein Schritt in Richtung Erhöhung der Mobilität und zeitgemäßer Unterbringung unserer Soldatinnen und Soldaten", erklärte der Bundesminister für Landesverteidigung Günther Platter anlässlich der Präsentation vom Wohnheim Breitensee am Freitag.

"Die Stadt Wien fördert neben dem vielfältig ausgerichteten Wohnungsangebot auch Wohnformen, die temporäre Wohnbedürfnisse abdecken. Wohngelegenheiten die nicht auf Dauer, sondern auf eine begrenzte Zeit ausgerichtet sind, brauchen nicht nur Studierende, Krankenschwestern und Lehrlinge, sondern auch Angehörige des Bundesheeres", schließt Wohnbaustadtrat Werner Faymann an.****

"Die Schaffung von Wohnraum ist heute ein wesentlicher Bestandteil der Karrieremöglichkeit von Bundesheerangehörigen", weiß Militärkommandant Generalmajor Mag. Karl Semlitsch. "Die Auslastung durch Bedienstete, die in der Bundeshauptstadt ihren Dienst versehen oder Ausbildungslehrgänge besuchen, beträgt jetzt schon knapp 100%. Ebenso viele Unterkunftssuchende mussten wir leider ablehnen. Mit der Fertigstellung werden nun doppelt so viele Bedienstete eine moderne Unterkunft auf Zeit vorfinden."
Insgesamt wurden in Wien seit 1995 12.515 Heimplätze gefördert errichtet und 2.591 gefördert saniert. Die Stadt Wien hat dafür Euro 295 Millionen an Fördermitteln zugeschossen. Das Wohnheim für Bundesheerbedienstete in Breitensee wird 110 Bewohnern als neue Adresse dienen.

Ein weiterer Konnex mit dem Bundesheer ist für die Stadt Wien auch in der Entwicklung ehemaliger Kasernenareale gegeben. So werden z. B. auf dem Gelände der Wilhelmskaserne in der Leopoldstadt auf 28.000 Quadratmeter - gelegen zwischen Vorgarten-, Engerth- und Hillerstraße - mehr als 600 Wohnungen mit Fördermitteln der Stadt Wien errichtet.

Neben diesen in einem grünen Park eingebetteten Wohnungen wird auch ein Bürokomplex der Bundesimmobiliengesellschaft BIG entstehen. Die BIG entwickelt das Gesamtprojekt gemeinsam mit dem Wohnfonds Wien. Auch die Carl-Kaserne in der Donaustadt wird ab Herbst 2007 eine neue Funktion haben. Dort werden 273 Wohnungen der Gesellschaften "ARWAG" und "GEWOG" errichtet.

Wohnheim Breitensee

Auf der unbebauten, bereits gewidmeten Fläche von ca. 2.975 m2 wird hier in Breitensee in unmittelbarer Umgebung der Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne, anschließend an das bestehende Wohnheim Breitensee Bauphase 1, das ebenfalls von der WERKSTATT GRINZING ZT GesmbH geplant wurde, ein Erweiterungsbau für temporär, aus dienstlichen bzw. Ausbildungsgründen, nach Wien beorderte Angehörige des Bundesheeres entstehen. Die Wohnnutzfläche von 3.765 m2 verteilt sich über 7 Geschosse. Gemeinschaftsflächen und Gemeinschaftsräume sind, inklusive einer Dachterrasse, mit ca. 617m2 sehr großzügig bemessen. Auf Freiflächen entfallen ca. 2.347m2.

Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 6,7 Millionen Euro. Die Stadt unterstützt dieses Wohnheim mit 2,6 Millionen Euro.

Das Wohnheim enthält 110 Heimplätze in 94 Wohneinheiten in den drei Kategorien A, B und C. Diese Kategorien unterscheiden sich in der Größe der Wohnnutzflächen und in der Anzahl der Räume. Den Großteil der Wohneinheiten stellt der Typ A dar, mit 81 Wohneinheiten als Einzimmerwohnungen mit Größen von rund 39 Quadratmeter Wohnnutzfläche. 9 Wohneinheiten bilden den Typ B in Form von Zweizimmerwohnungen mit Größen von ca. 42 bis ca. 64 Quadratmeter Wohnnutzfläche. 4 Wohneinheiten sind als Typ C mit Größen von ca. 76 bis 94 Quadratmeter Wohnnutzfläche geplant.

Die Grundstückskonfiguration wird nach der Realisierung des Gesamtprojektes eine städtebauliche Verbindung zwischen der Breitenseerstraße und der Rudolf- Pöch- Gasse herstellen. Die Nordseite wird über einen "schwebenden" Baukörper und abgestufte Bauhöhen viele Wohneinheiten in den Genuss direkter Sonneneinstrahlung kommen lassen. Die Eckfenster können einen Panoramablick in Richtung Wienerwald bieten.

Der Kommunikationsmöglichkeit unter den Bewohnern wurde besonderer Stellenwert eingeräumt. Es gibt einen Innenhof, geschützt und halböffentlich, Gemeinschaftsbereiche im Inneren und zudem eine Dachterrasse.

Die Außenanlagen (Garten bzw. Innenhof, kleine Grünanlage zur Rudolf-Pöch-Gasse, Grünstreifen zur Huth-Raschke-Kaserne), Wohn-sowie Gemeinschaftsterrassen, das Gründach sowie das begehbare Gründach umfassen in Summe ca. 2.347 m2 Fläche.

Gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr

Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr erfolgt durch die in nächster Umgebung befindliche Haltestelle der Autobuslinie 51 A bzw. Anbindung an die U 4 (Haltestelle Hietzing) und die U3 bzw. der Haltestelle "Ottakring" der Vorortlinie (Schnellbahn).

Bau- und Wohnökologie finden besondere Beachtung

o Die Anlage wurde nach dem Typus des Niedrigenergiehauses konzipiert.
o Sonnenenergie wird zur Substitution von Heizenergie genutzt.
o Es werden in sämtlichen Räumen Energiesparlampen eingesetzt.
o Der Wasserkreislauf wird in Trink- und Nutzwasserkreislauf getrennt. Es wird auch das Regenwasser genutzt werden.
o Die WC- Spülungen werden mit Nutzwasser betrieben, auch die Bewässerung der Grünanlagen erfolgt damit.
o Bei den verwendeten Baustoffen kommen gesundheits- und umweltverträgliche Produkte zum Einsatz.

Baubiologisch optimierte, hochwertige Materialien und Konstruktionen im Innenbereich finden Entsprechung in den bauphysikalisch optimierten Außenflächen.
Gleichmäßiges Raumklima wird durch die Verteilung von Mehrplattenheizkörpern erzielt.

Der Einbau von so genannten Netzfreischaltern ermöglicht in jeder Wohnung eine "elektrosmogfreie Zone", die die zunehmende Belastung der Bewohner durch Umwelteinflüsse mindern soll. Auch einer effektiven Mülltrennung wird besonderes Augenmerk geschenkt. Ein speziell auf den Typus Wohnheim maßgeschneidertes Abfallkonzept wurde erarbeitet. (Schluss) gmp

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