Greenpeace: Gentech-Reis keine Lösung für Hunger

Anbauverbot für gentechnisch veränderten Reis gefordert.

Bangkok/Wien (OTS) - "Reis ist das weltweit wichtigste Grundnahrungsmittel. Wir werden nicht zulassen, das einige wenige Agromultis die Zukunft dieser Pflanze aufs Spiel setzen", so Varoonvarn Svangsopakul, Gentechnik-Expertin von Greenpeace in Südostasien anlässlich des Welternährungstages am kommenden Sonntag. "Der Anbau von Gentech-Reis ist keine Lösung für den Welthunger, sondern stellt vielmehr ein unzumutbares Risiko für Umwelt, menschliche Gesundheit sowie den Lebensunterhalt vieler Reisbauern dar."

Anlässlich des Welternährungstages fordert Greenpeace gemeinsam mit 16 weiteren Organisationen aus Asien ein weltweites Anbauverbot für gentechnisch veränderten Reis. Am Ende einer zweitägigen Konferenz in Thailand haben Vertreter aus zehn Reis anbauenden Ländern in traditioneller Kleidung ihr Reis-Manifest an die Verantwortlichen der UN-Ernährungsbehörde FAO in Bangkok übergeben.

Im Manifest fordern die Organisationen neben einem Anbauverbot für Gentech-Reis auch die sofortige Einstellung der FAO-Unterstützung für Gentech-Pflanzen. Stattdessen soll die Entwicklung von zukunftsfähigen und umweltfreundlichen Landwirtschaftssystem gefördert werden. Um die Wichtigkeit der Artenvielfalt von Reis zu unterstreichen, wurden außerdem eine Sammlung verschiedenster Reissorten übergeben.

Derzeit lassen Agromultis nichts unversucht, um den Anbau von gentechnisch verändertem Reis in Asien voranzutreiben. Umwelt - und Bürgerrechtsorganisation üben heftige Kritik an diesem Vorhaben und warnen vor negativen Auswirkung auf Bauern, Umwelt, Gesundheit und nachhaltige Landwirtschaft. Der Welternährungstag wird von der FAO gesponsert.

Steffen Nichtenberger, Gentechnik-Sprecher von Greenpeace in Wien dazu: "Der weltweite Widerstand gegen den Anbau von Gentech-Pflanzen wächst unaufhaltsam weiter. Egal ob in (Ober-)Österreich oder in Thailand. Greenpeace wird weiter gegen Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln kämpfen."

Rückfragen & Kontakt:

Thomas Hohenberger, Pressesprecher Greenpeace, 0664-5308186
Steffen Nichtenberger, Gentechnik-Sprecher, 01-5454580-69, 0664-6126703

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