OMV und IPIC schließen 100% Übernahme von Borealis ab

Wien (OTS) - OMV und IPIC schließen 100% Übernahme von Borealis ab

  • Stärkung der OMV Wertschöpfungskette
  • Ausbau starker Petrochemie-Position in Europa und im Mittleren Osten - mit Blick auf Zukunftsmärkte in China
  • Vertiefung der Partnerschaft mit OMV Kernaktionär IPIC

Die OMV, Mitteleuropas führender Öl- und Gaskonzern, und die International Petroleum Investment Company (IPIC) schlossen den Kauf der 50%-Anteile des norwegischen Öl- und Gasunternehmens Statoil an Borealis ab. Das Closing fand am 13. Oktober 2005 statt. OMV und IPIC halten nunmehr 100% am zweitgrößten Kunststoffproduzenten Europas. Der OMV Anteil beträgt 35%, IPIC hält 65%. Der Kaufpreis beträgt EUR 920 Mio, der OMV Anteil beläuft sich auf EUR 184 Mio. Durch diesen Kauf wird das künftige Wachstum des führenden Kunststoffanbieters mit starker Position in Europa und im Mittleren Osten weiter unterstützt. Durch die Anteilserhöhung an Borealis ist die OMV in der Lage von ihren - mit Borealis integrierten - Standorten in Mitteleuropa verstärkt zu profitieren. Chancen bringen auch der Standort- und damit Kostenvorteil von Borealis im Mittleren Osten mit der benachbarten Wachstumsregion China.

Die Kunststoffaktivitäten der Borealis sind ein wichtiger Bestandteil der OMV Wertschöpfungskette. Borealis verarbeitet rund 85% der von der OMV erzeugten Petrochemieprodukte und ist damit größter Kunde der beiden OMV Raffinerien in Schwechat und Burghausen (Deutschland). In diesem Jahr erweitert die OMV in Schwechat ihre Ethylen- und Propylenproduktion auf 900.000 t pro Jahr. Gleichzeitig stockt Borealis die Kapazität ihrer Polymerproduktion an diesem Standort auf rund 1 Mio t pro Jahr auf. Dieser Ausbau der Raffinerie Schwechat zu einem der führenden Kunststoffstandorte Europas, in den OMV und Borealis insgesamt rund EUR 400 Mio investierten, stärkt die OMV - Borealis-Wertschöpfungskette weiter. Damit wird auch Österreich als Borealis-Standort weiter aufgewertet. Die Anlagen werden derzeit in Betrieb genommen.

Die Partnerschaft mit OMV Kernaktionär IPIC mit Sitz in Abu Dhabi verstärkt diese Synergien. Die Kunststoffanlagen der Borealis in den rohstoffreichen Vereinigten arabischen Emiraten sind durch ihre Nähe zum Wachstumsmarkt China, dem weltweit größten Kunstoffimporteur, von besonderer Bedeutung. Borealis ist mit dem Kunststoffwerk Borouge in Abu Dhabi, ein Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), bestens aufgestellt, um die steigende Nachfrage nach Kunststoffprodukten aus China bedienen zu können. Aufgrund der günstigen Rohstoffkosten im Mittleren Osten wird in dieser Region ein wesentlicher Teil der künftigen weltweiten Investitionen der Kunststoffindustrie stattfinden. Borealis hat diesen Trend rechtzeitig erkannt und ist der Entwicklung einen Schritt voraus.

Hintergrundinformationen

Borealis

Borealis ist einer der weltweit führenden Hersteller von hochqualitativen Polyolefinen. Der Konzern produziert Polyethylene und Polypropylene - insgesamt rund 3,5 Mio t pro Jahr. Die Konzernzentrale befindet sich in Dänemark. Borealis hat Produktions-und Compoundanlagen in Belgien, Brasilien, Deutschland, Finnland, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Customer Service Centres gibt es in Österreich, Belgien, Finnland, Deutschland, Italien, Spanien und Schweden. Im Jahr 2004 verzeichnete das Unternehmen mit rund 4.500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund EUR 5 Mrd und einen Jahresüberschuss von EUR 203 Mio.

OMV und IPIC: Starke strategische Allianz

Die International Petroleum Investment Company (IPIC), eine international tätige strategische Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi, ist mit 17,6% an der OMV Aktiengesellschaft beteiligt. Damit ist die IPIC neben der Österreichischen Industrieholding AG (ÖIAG) zweitgrößter Aktionär der OMV. Mit der IPIC als starkem strategischem Partner verfügt die OMV über gute Kontakte in die Vereinigten Arabischen Emirate, eines der prosperierendsten und stabilsten Länder der rohstoffreichen Golf-Region.

OMV Aktiengesellschaft:

Mit einem Konzernumsatz von EUR 9,88 Mrd und einem Mitarbeiterstand von 6.475 im Jahr 2004 sowie einer Marktkapitalisierung von rund EUR 15 Mrd ist die OMV Aktiengesellschaft das größte börsenotierte Industrieunternehmen Österreichs. Als führendes Erdöl- und Erdgasunternehmen Mitteleuropas ist der OMV Konzern im Bereich Raffinerien & Marketing (R&M) in 13 Ländern tätig mit dem Ziel den Marktanteil bis 2010 auf 20% zu erhöhen. Im Bereich Exploration & Produktion (E&P) ist die OMV in 17 Ländern auf fünf Kontinenten aktiv. Im Bereich Erdgas verfügt die OMV über Speicher, ein 2.000 km langes Leitungsnetz und transportiert jährlich 43 Mrd m3 in Länder wie Deutschland oder Italien. Die OMV besitzt integrierte Chemie- und Petrochemiebetriebe und ist nun zu 35% an Borealis A/S, einem der weltweit führenden Polyolefin-Produzenten beteiligt. Weitere wichtige Beteiligungen: 51% an Petrom SA, 50% an der EconGas GmbH, 45% am BAYERNOIL-Raffinerieverbund, 10% an der ungarischen MOL.

Mit der Übernahme der Aktienmehrheit an Petrom durch die OMV im Jahr 2004 entstand der größte Öl- und Erdgaskonzern Mitteleuropas mit Öl- und Gasreserven von über 1,4 Mrd boe, einer Tagesproduktion von rund 340.000 boe und einer jährlichen Raffineriekapazität von 26,4 Millionen Tonnen. OMV verfügt nunmehr über 2.457 Tankstellen in 13 Ländern. Der Marktanteil des Konzerns im Bereich R&M im Donauraum beträgt damit rund 18%.

Rückfragen & Kontakt:

OMV Presse: Bettina Gneisz
Tel.: 0043 1 40 440 21660, bettina.gneisz@omv.com

Thomas Huemer
Tel.: 0043 1 40 440 21660, thomas.huemer@omv.com

Investoren/Analysten: Ana-Barbara Kuncic, Tel.: 0043 1 40 440 21600
investor.relations@omv.com
http://www.omv.com

Cubitt Consulting: Simon Barker, Tel.: +44 (207) 367-5119
simon.barker@cubitt.com

Selena Hedley-Lewis, Tel.: +44 (207) 367-5105
selena.hedley.lewis@cubitt.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OMV0001