Schneeberger: Neue bundesweite Bauvorschriften der Expertengruppe schütten die Häuslbauer mit Bürokratie zu

Niederösterreich verfügt bereits über ein einfaches und schlankes Regelwerk und wird neuen Bauvorschriften nicht zustimmen

St. Pölten (NÖI) - "In jedem Raum ein Rauchmelder - auch in Einfamilienhäusern. Waschmaschinen dürfen nicht mehr in Küchen aufgestellt werden, und Türklinken dürfen nicht weiter als 3 cm in den Raum hineinragen. Mit solchen und ähnlichen unsinnigen Normierungen und Vorschriften sollen die Häuslbauer in Zukunft gequält werden. Die von den Experten des Österreichischen Instituts für Bautechnik geplanten neuen Bauvorschriften schütten die Häuslbauer mit unzähligen Vorschriften und bürokratischen Richtlinien zu", sagt VP-Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger.

"Das Land Niederösterreich hat vor einigen Jahren massiv dereguliert und den bautechnischen (Bautechnikverordnung) und rechtlichen Teil (Bauordnung) getrennt. Überschießende Regelungen wurden gestrichen. Eine bundesweite Regelung sollte sich diese einfache und schlanke Bautechnikverordnung zum Vorbild nehmen", sieht Schneeberger die Bautechnikverordnung als vorbildhaft für ganz Österreich.

"Bauvorschriften sollten nicht nur von Experten gelesen werden können, sondern müssen für den einfachen Bürger hilfreich und verständlich sein. Die Zustimmung der Wirtschaftsvertreter zu den vorliegenden Regelungen ist daher für uns nicht verständlich, weil für uns wichtig ist, dass für die Bürger die Regelungen einsichtig sind. Wir fordern daher die Wirtschaft zur Zusammenarbeit auf Basis der NÖ Bautechnikverordnung auf", so Schneeberger.

"Pro Jahr werden in Niederösterreich rund 4.000 Einfamilienhäuser gebaut. Diese Arbeit will das Institut für Bautechnik jetzt unnötig komplizierter machen mit einem komplexen Regelwerk voller Normen und bürokratischer Hürden. So werden etwa auch die Raumhöhe mit 2,50 Meter und die Türbreite mit 80 cm genau festgelegt - Dinge, die in Niederösterreich überhaupt nicht geregelt werden, um die Arbeit der Häuslbauer so einfach und flexibel wie möglich zu machen. Für den Häuslbauer bringt diese Explosion an Rechtsvorschriften letztendlich eine massive Verteuerung seines Bauvorhabens, etwa bei der Planung und bei der Bauausführung", ist Schneeberger empört.

"Wir werden unsere Zustimmung zur neuen bundesweiten Regelung erst geben, wenn damit Bürokratie abgebaut wird und die Arbeit der Häuslbauer vereinfacht wird. Das kommt nicht nur den Häuslbauern zu Gute, sondern auch der Wirtschaft: Schließlich fließen pro Einfamilienhaus rund 140.000 Euro in die heimische Wirtschaft. Das sind 560 Millionen Euro, von denen der regionale Baumeister, der lokale Dachdecker, der örtliche Installateur und viele weitere Klein-und Mittelbetriebe profitieren", betont Schneeberger.

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