Krainer zu REACH: Wie erwartet stellt Bartenstein Wirtschafts- vor Gesundheitsinteressen

Wann wird REACH-Impact-Studie präsentiert?

Wien (SK) - "Wie befürchtet, hat Minister Bartenstein im EU-Wettbewerbsrat für mehr Wettbewerb und weniger Gesundheit gestimmt", stellte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer am Dienstag fest. Heftig kritisiert Krainer die Aussage, dass es ausreichend wäre, wenn nur ein Drittel der derzeit vorhandenen Chemikalien von REACH betroffen wären. "Es reicht nicht aus, wenn wir nur von einem Drittel der vorhandenen Chemikalien wissen, welche Auswirkungen diese auf unsere Gesundheit haben. Ich will es von allen Chemikalien wissen", betonte Krainer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Verwundert zeigte sich Krainer auch über die Aussage, dass Unternehmer nur von den als risikoreich geltenden Stoffen Informationen abgeben müssen. "Man kann doch nicht ohne zu testen wissen, ob der Stoff gefährlich oder ungefährlich ist", so der Umweltsprecher. Bei ihrer Geburt haben Babys heute bereits bis zu 45 verschiedene Chemikalien im Blut, die dort nichts verloren haben. Grund genug, alle Chemikalien auf ihre Auswirkungen zu testen und sie bei besonderer Gefahr zu verbieten.

In diesem Zusammenhang fordert der SPÖ-Umweltsprecher endlich die zu REACH geplante Impact-Studie zu veröffentlichen. Diese Studie stellt klar, dass die positiven Auswirkungen auf Österreichs Volkswirtschaft größer sind als angenommen. "Die Studie sollte bereits im letzten Monat präsentiert werden. Warum Minister Bartenstein keine Zeit findet, weder die Impact-Studie zu veröffentlichen, noch eine parlamentarische Anfrage zu beantworten, ist völlig unverständlich", so Krainer abschließend. (Schluss) ps

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