Seeber: Europaparlament beschließt strengere Normen für fluorierte Gase

Österreichs strenge Bestimmungen bleiben bestehen

Brüssel, 11. Oktober 2005 (ÖVP-PD) Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat heute beschlossen, die Neuregelung für eine Reduktion und Unterbindung der treibhausfördernden fluorierten Gase auf Basis des EU-Umweltrechts und nicht des EU-Binnenmarktrechts zu behandeln. "Diese technisch anmutende Entscheidung hat für Österreich eine große Bedeutung, ermöglicht sie es doch den Mitgliedsstaaten, national strengere Normen zu erlassen oder beizubehalten. Bei Anwendung der Binnenmarktregeln wären solche positiven Ausnahmen viel schwieriger durchzusetzen", sagte heute, Dienstag, der Umweltsprecher der ÖVP-Delegation, Dr. Richard Seeber. ****

Der Verordnungsentwurf der Kommission zielt auf eine drastische Reduktion jener fluorierten Gase ab, die über einen sehr hohen "Global Warming Potential"-Wert (GWP) verfügen. Solche Gase sind um ein Vielfaches schädlicher sind als CO2. "Wenn man einem CO2-Molekül einen GWP-Wert von 1 zumisst, haben manche fluorierten Gase GWP-Werte von bis zu 23.000 und tragen entsprechend mehr zur globalen Erwärmung und damit zum Klimawandel bei", erläutert Seeber. Der Verordnungsvorschlag ist somit auch ein wesentliches Element in der Erfüllung der durch die EU übernommenen Kyoto-Ziele. Bei jenen Anwendungsbereichen, bei denen es noch keine Alternativen für fluorierte Gase gibt, wird vom Umweltausschuss ein hohes Schutzniveau eingeführt. Das betrifft vor allem die regelmäßige und genaue Kontrolle von Anlagen mit fluorierten Gasen.

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