Pirklhuber zu EU-Kommissar Mandelson: Agrarförderungen umschichten, nicht kürzen

Grüne für ökologische und soziale Ausrichtung statt Säbelrasseln

Wien (OTS) - "Die Agrarsubventionen sollen nicht gekürzt werden, sondern müssen so gestaltet werden, dass sie ausschließlich einer nachhaltigen, sozialen und ökologischen Ausrichtung dienen und die Arbeitsplätze im ländlichen Raum erhalten anstatt sie zu vernichten", kommentiert der Agrarsprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber, die Forderung des britischen Kommissars Mandelson, die EU-Agrarsubventionen um bis zu 70 Prozent zu kürzen.
Pirklhuber bezeichnet diese Ankündigung als ´Säbelrasseln in Richtung USA´im Zusammenhang mit den bevorstehenden WTO-Verhandlungen im Dezember in Hongkong. "Die derzeit bestehenden Regeln und Liberalisierungsziele der Welthandelsorganisation WTO gefährden die kleinstrukturierte Landwirtschaft weltweit", warnt Pirklhuber. Jetzt gehe es darum, Handelsregeln zu schaffen, welche Hunger und Armut in den Entwicklungsländern bekämpfen und den Erhalt einer flächendeckenden multifunktionalen Landwirtschaft in der EU sicherstellen. Die EU sei gefordert, alle Subventionen, die zu Dumping führen, endlich abzuschaffen und in Richtung ländliche Entwicklung umzuleiten , betont Pirklhuber.
Die Landwirtschaft ist aufgrund der Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit einer der sensibelsten Bereiche des Welthandels und Haupteinkommens- und Beschäftigungsquelle in den meisten Entwicklungsländern, wo die Existenz von durchschnittlich 50 Prozent der Menschen von der Landwirtschaft abhängt.

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