Aktion Schmerzlos 2005: Information ist alles

Der "Schmerz-Bus" der ÖSG und eine breit angelegte Medieninitiative sollen den Informationsbedarf über die moderne Schmerztherapie bedienen

Salzburg (OTS) - Trotz der beeindruckenden Fortschritte der
modernen Schmerzmedizin leiden rund 1,2 Millionen Österreicher unter chronischen Schmerzen. Ein Grund ist sicherlich auch in der mangelnden Aufklärung der Bevölkerung zu sehen: Das Wissen, dass auch starke Schmerzen heute meist erfolgreich kontrolliert werden können, ist zu wenig verbreitet, und immer noch herrschen alte, längst überholte Vorurteile über die gut wirksamen Opioide vor. Dabei entscheiden über den Therapieerfolg vor allem auch gut informierte Patienten und Angehörige, die ihre Bedürfnisse formulieren oder die Bedeutung der Therapietreue erkennen.

Moderne Therapien erklären

Österreichische Experten setzen daher nicht nur auf regelmäßige schmerzmedizinische Weiter- und Fortbildungen der Ärzteschaft, sondern auch auf die Aufklärung der Bevölkerung. So tourt seit kurzem ein Infobus der ÖSG unter dem Motto "Schmerz.los 2005" durch Österreich. In diesem "Schmerz-Bus" geben Spezialisten in Kooperation mit Hausärzten Auskunft und erklären Patienten und Angehörigen die modernsten Therapien .

Ärzte und Apotheker in ihrer Arbeit unterstützen soll schließlich auch der "Schmerztest" für Patienten, mit dessen Hilfe das individuelle Schmerzempfinden leichter quantifiziert werden kann

Kompetente Informationen

Univ. Prof. Dr. Günther Bernatzky, Universität Salzburg, Sekretär der Österreichischen Schmerz-Gesellschaft: "Kompetente Informationen sind heute umso wichtiger, als in jüngster Vergangenheit in der Öffentlichkeit bestimmte Schmerz-Medikamente negative Schlagzeilen provoziert haben, und darüber hinaus manchen Schmerzmedikamenten noch immer mit Vorurteilen begegnet wird." Deshalb sei es unter anderem besonders wichtig, durch kompetente Information überholte Klischees gegenüber den Opioiden abzubauen, den wirksamsten Schmerzmitteln der modernen Medizin. "Beim Einsatz von Opioiden ist in Österreich noch immer eine Unterversorgung zu konstatieren. Dabei können diese Mittel bei starken chronischen Schmerzen nicht nur Krebspatienten, sondern auch vielen Menschen, die an den weit verbreiteten Schmerzen des Bewegungsapparates leiden, wirksam und rasch helfen."

Frühzeitig beginnen

Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg einer Schmerztherapie ist die frühzeitige Behandlung, so OÄ Dr. Helga Schuckall, Leiterin der Schmerzambulanz, St. Johanns-Spital Salzburg, und weiter "wir machen häufig die Beobachtung, dass sich bei Patienten ein 'Schmerzgedächtnis' einstellt und der Schmerz damit chronisch wird. Ohne entsprechende Schmerztherapie auf Besserung zu warten, ist falsch. Nur die frühe Behandlung hilft dabei, Dauerschmerzen vorbeugen". Die Zielsetzung des Schmerz-Info-Busses besteht darin, die Bevölkerung über moderne Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und nicht zuletzt auch grundlegendes Schmerzbewusstsein zu schaffen. Zudem intensiviert die Österreichische Schmerzgesellschaft ihre Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, die flächendeckend mit Informationen versorgt werden. Viele Patienten mit akuten oder chronischen Schmerzen lassen sich gar nicht behandeln. Sie nehmen Schmerzen einfach in Kauf. Zusätzlich sorgt mangelndes Wissen über die verschiedenen Schmerzpräparate, ihre Anwendungsgebiete und Nebenwirkungen für Verunsicherung. Ärztlicher Rat ist deshalb unerlässlich. "Je besser der Arzt über die Schmerzen des Patienten informiert ist, desto besser kann er entsprechende Maßnahmen setzen", so die Ärztin.

Der Schmerzbus der Österreichischen Schmerzgesellschaft tourt durch Österreich:

12.10.2005 Zell / See Seniorenheim Zell am See 13.10.2005 Salzburg Seniorenheim Hellbrunn 14.10.2005 Oberndorf bei Salzburg Kirchplatz

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