ARBÖ: Scheckkartenführerschein darf nicht zu Verteuerungen führen

Unverständlich, warum Österreich nicht die geplante EU-Richtlinie abwartet

Wien (OTS) - Die achte Novelle zum Führerscheingesetz (FSG), die morgen, 12. Oktober 2005 im Verkehrsausschuss des Parlaments verhandelt wird, sieht ab März 2006 die Einführung des so genannten Plastikführerscheins in Österreich vor. "Dadurch darf es auf keinem Fall zu Verteuerungen kommen, die vorgesehene Kostenerhöhung um EUR 9,- ist zu hoch", kritisiert ARBÖ-Verkehrsjuristin Dr. Barbara Auracher-Jäger.

Der ARBÖ kritisiert in diesem Zusammenhang generell die voreilige Einführung des so genannten Scheckkarten- oder Plastikführerscheins in Österreich, noch bevor es eine einschlägige EU-Richtlinie dazu gibt. Dr. Auracher-Jäger: "Es ist unverständlich, wieso nicht die 3. Führerschein-Richtlinie abgewartet wird, an die sich schließlich alle 25 EU-Staaten halten müssen." Österreich will nun die Einführung des Plastikführerscheins beschließen, ohne zu wissen, welche Vorgaben die EU an einen Scheckkartenführerschein gibt. Daher kann es passieren, dass die neuen österreichischen Regelungen nach Vorliegen der EU-Richtlinie sofort schon wieder geändert werden und die bereits ausgegebenen Scheckkartenführerscheine wieder umgetauscht werden müssen.

Ausdrücklich begrüßt wird die Verlängerung der Gültigkeit der ärztlichen Gutachten auf 18 Monate. Die bisherige Geltungsdauer von 1 Jahr hat vor allem bei der L-17-Ausbildung zu großen Problemen geführt, da aufgrund der langen Dauer dieser Ausbildung praktisch immer ein zweites Gutachten notwendig war und dieses zusätzliche Kosten verursacht hat.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Lydia Ninz
Tel.: (++43-1) 89121-280
presse@arboe.at
http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0002