Baubeginn für "Museum auf Abruf"

Wien (OTS) - Wien bekommt ein neues Museum: Das "Museum auf Abruf" entsteht in den ehemaligen WIGAST-Räumlichkeiten in der Felderstraße auf einer Gesamtfläche von 1.200 m2: Heute, Dienstag, präsentierten Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Planungsstadtrat Rudi Schicker erstmals das im Bau befindliche Kunstzentrum. Es wird künftig eine große Ausstellungshalle, die Artothek der Stadt Wien, die Startgalerie für junge Kunstschaffende sowie Depots beherbergen.

"Mit dem neuen Kunstzentrum erhält die Sammlung der Stadt Wien jetzt ein eigenes Haus, in dem die wertvollen Kunstwerke adäquat präsentiert werden können. Im Verbund mit der benachbarten Planungswerkstatt entsteht eine Kulturmeile, die das Viertel rund ums Rathaus kulturell beleben und bereichern wird", so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny bei der Präsentation. Die Kosten für den Umbau betragen ca. 4,4 Millionen Euro; die Eröffnung ist für Juni 2007 geplant.

Gleichzeitig mit dem Museums-Umbau wird auch die Wiener Planungsauskunft, die sich im selben Haus befindet, behindertengerecht ausgestattet. Täglich nutzen fast 80 Wienerinnen und Wiener die Serviceangebote der Wiener Planungsauskunft in der Rathausstraße direkt vor Ort. "Nicht zuletzt durch den anhaltenden Erfolg soll die Planungsauskunft zu einer modernen und für die Bevölkerung attraktiven und leicht erreichbaren Auskunftsstelle umgebaut werden. Ganz besonders wichtig ist dabei auch die barrierefreie Ausstattung", unterstrich Planungsstadtrat Rudi Schicker in diesem Zusammenhang.****

Sammlung der Stadt Wien

Die Kunstsammlung der Stadt Wien zählt mit ihren 17.500 Exponaten zu den größten, wertvollsten und bedeutendsten Sammlungen Österreichs. Sie zeigt ein Spiegelbild österreichischer Gegenwartskunst seit 1945. Künftig werden pro Jahr vier Themen-Ausstellungen aus den Beständen der Sammlung gezeigt. Darüber hinaus wird es zusätzlich zu den Ausstellungen Begleitveranstaltungen wie Lesungen, Vorträge, Konzerte und Performances geben. Besonderer Wert wird auf den Austausch mit internationalen Kunstinstitutionen gelegt, mit Konzentration auf Osteuropa.

Artothek der Stadt Wien

Als spezielles Service der Stadt Wien bietet die Artothek seit 1979 allen in Wien wohnenden Personen Kunstwerke zur Entlehnung an. Aus einem Fundus von insgesamt 1200 Werken können bis zu drei Bilder für maximal zwölf Monate ausgeborgt werden, um damit die eigene Umgebung mit Kunst zu bereichern. Das Angebot besteht aus Grafiken von in Österreich lebenden Künstlerinnen und Künstlern, die für die Sammlung der Stadt Wien angekauft wurden. Angeboten wird eine breite Palette von originalen Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen, Mischtechniken, Radierungen und anderen Drucktechniken. Alle Arbeiten auf Papier sind in Passepartouts geschnitten und mit einem modernen Alurahmen samt Plexiglas versehen. Die Leihgebühr beträgt EUR 2,50 pro Bild und Monat; dieser Betrag beinhaltet auch eine Versicherung. Meldedaten sowie ein amtlicher Lichtbildausweis sind bei der ersten Entlehnung erforderlich.

Startgalerie für junge Künstlerinnen und Künstler

Auch die Startgalerie, die zur Zeit im räumlichen Verbund mit der Artothek in der Schönlaterngasse untergebracht ist, wird Teil des Kunstzentrums werden. Sie ist als Förderungsgalerie konzipiert und bietet als einzige Institution dieser Art in Wien vor allem jungen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren. Meist handelt es sich um Absolventinnen und Absolventen der Kunsthochschule oder Akademie, die mit ihrer ersten Einzelausstellung in diesen Räumlichkeiten vertreten sind.

Artothek der Stadt Wien und Startgalerie, 1., Schönlaterngasse 7a, Tel. 01/512 94 76,
Di, Mi 12-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr

o Informationen zum "Museum auf Abruf":
http://www.wien.gv.at/ma07/veranstaltung/alte.htm
o Informationen zur Wiener Planungsauskunft:
http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/05/05/05.htm

(Schluss) rap

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