Fischer: Traktorführerschein für Frauen in der Landwirtschaft unverzichtbar

Kursangebot von ARGE Bäuerinnen und LFI Salzburg speziell für junge Bäuerinnen

Wien (AIZ) - Für die moderne Bäuerin ist der Erwerb des Traktorführerscheines eine Notwendigkeit. Heute werden bereits rund 41% der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe Österreichs von Frauen geführt und weitere 20% gemeinsam mit dem Ehemann. "Hinzu kommt, dass bereits ein Drittel der Bäuerinnen vor ihrer Heirat einen nicht-landwirtschaftlichen Beruf ausgeübt haben. Daher brauchen wir gerade für diese jungen Frauen spezielle Angebote für den Erwerb von Zusatzqualifikationen, wie etwa den Traktorführerschein für Bäuerinnen. Dieser geförderte Kurs umfasst 26 Stunden und wird vom Ländlichen Fortbildungswerk Salzburg zusammen mit der Landwirtschaftskammer Salzburg speziell für Frauen angeboten, die in die Landwirtschaft einheiraten beziehungsweise bisher noch nicht die Gelegenheit hatten, diesen Führerschein zu erwerben", erklärte Aloisia Fischer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich und Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Salzburg.

Der Traktorführerschein ist heute für die Bäuerin als Unternehmerin des ländlichen Raumes unverzichtbar, weil mehr als die Hälfte der bäuerlichen Betriebe Österreich im Nebenerwerb bewirtschaftet werden: Von den 190.000 bäuerlichen Betrieben sind rund 80.000 Höfe Haupterwerbsbetriebe und 102.000 Bauernhöfe werden im Nebenerwerb bewirtschaftet. Dementsprechend hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auch das Berufsbild der Bäuerin wesentlich geändert.

"Die Bäuerin ist heute Managerin und Unternehmerin, die für die Sicherung des Familieneinkommens ebenso verantwortlich ist wie für die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen und gesunden Lebensmitteln. Auch das Ausbildungsniveau der Bäuerinnen hat sich geändert: Jede fünfte Bäuerin hat mittlere Schule oder Matura, jede zehnte eine eigene Berufsausbildung in der Landwirtschaft und zudem verfügen immer mehr Bäuerinnen auch über eine abgeschlossene Berufsausbildung außerhalb der Landwirtschaft", so Fischer.

"Es ist besonders erfreulich, dass junge Frauen in der Landwirtschaft zu einer umfassenden Aus- und Weiterbildung bereit sind. Neben der guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Naturverbundenheit macht vor allem auch die selbstbestimmte Lebensgestaltung die Arbeit einer Bäuerin für viele junge Frauen aus nicht-landwirtschaftlichen Bereichen attraktiv. Mit dem Schwerpunkt 'Frau in der Landwirtschaft' wollen wir dem Rechnung tragen und künftig speziell für Frauen, die in die Landwirtschaft einheiraten, die Möglichkeit bieten, wichtige Zusatzqualifikationen für den Bäuerinnenberuf zu erwerben", betonte die Bundesbäuerin.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001