Leitl: EXPO ´05 voller Erfolg und Vorbild für kommende Weltausstellung in Shanghai

Präsenz in Japan brachte unbezahlbaren Werbewert - Österreich-Pavillon war Kontaktplatz der Wirtschaft

Wien (PWK754) - Die Weltausstellung EXPO 2005, die am 25.
September in Aichi in Japan nach sechs Monaten ihre Tore geschlossen hat, war für Österreich ein voller Erfolg. "Es ist uns gelungen mit einem geringeren Budget und auf einer kleineren Ausstellungsfläche als auf den beiden vorangegangenen Weltausstellungen in absoluten Zahlen mehr Besucher an den Österreich-Pavillon zu locken", sagte WKÖ-Präsident Christoph Leitl heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und der EXPO-Regierungsbeauftragten Rossmann. Leitl und Bartenstein erwähnten, dass auf Grund der erfolgreichen Präsentation Österreichs auf der EXPO 2005 in Japan, die Teilnahme Österreichs auf der EXPO 2010 in Shanghai und auf der "kleineren Weltausstellung" 2008 in Saragossa zum Thema Wasser gemeinsam beschlossen wurde.

"Das EXPO-Budget belief sich heuer auf 6,5 Mio. Euro und wurde zu drei Viertel vom Wirtschaftsministerium und zu einem Viertel von der Wirtschaftskammer gestellt", erklärte Wirtschaftsminister Bartenstein. Der Österreich-Pavillon stand auf einer Fläche von 600 m2 und lockte 1,8 Mio. Besucher an. Im Vergleich dazu die vorangegangenen zwei Weltausstellungen: Hannover 2000: Budget 18 Mio. Euro, Fläche 6.000 m2, Besucher 1,5 Mio. Sevilla 1992: Budget 13 Mio. Euro, Fläche 2.000 m2, Besucher 1,1 Mio. Bartenstein: "Der deutsche Pavillon wurde von nur 700.000 Menschen besucht und der Schweizer von 1,1 Millionen." Das zeige die perfekte Mischung aus Klischee, Fun-Faktor (The Slope) und der Präsentation des Innovationsstandortes Österreich im Pavillon. "Die EXPO hat ein Stück österreichischer Lebensart auf emotionaler Ebene transportiert. Mit der Präsentation unsrer Kultur haben wir die Herzen der Besucher geöffnet, mit der Darstellung österreichischer Innovation die Köpfe", betonte Leitl.

Der EXPO-Auftritt war von Anfang an strategisch als Bühne für Österreichs Wirtschaft und Tourismusindustrie positioniert gewesen und der Pavillon bewusst als Kontaktplatz der Wirtschaft geplant. Leitl: "Von uns waren zumindest 1.000 nachhaltige Wirtschaftskontakte österreichischer Unternehmen mit japanischen und internationalen Partnern anvisiert worden - letztendlich wurden es 2.000!" Im Rahmen der EXPO 2005 wurde auch der in Österreich kreierte Energy-Globe für das Jahr 2004, ein internationaler Preis für Innovationen im Bereich der Umwelttechnologie und des Umweltschutzes, verliehen. Im Zentrum der Awards stehen Energie-Effizienz und Erneuerbare Energieträger. Einer der Sieger war die EXPO 2005 selbst.

Die Expo bescherte Österreich Beiträge in der Gesamtlänge von 500 Minuten im japanischen Fernsehen. "Ein unbezahlbarer Werbewert für Österreich und vor allem für unsere Tourismuswirtschaft", betonte Leitl. Verglichen mit dem Durchschnittspreis eines Werbespots im österreichischen Fernsehen ergibt sich daraus ein Werbewert von rund 6 Mio. Euro. Mit Beiträgen in Printmedien zu Österreich im Zusammenhang mit der EXPO wurden in Asien rund 500 Mio. Leser erreicht. Ganz grob umgelegt bedeutet das: Würde man in hierzulande eine Reichweite von 500 Mio. Lesern erreichen wollen, müsste man rund 7,3 Mio. Euro investieren. Leitl: "Insgesamt entsprachen also die Medienberichte über Österreich im Zusammenhang mit der EXPO in Asien einem Werbewert von rund 13,4 Millionen Euro. Das heißt dass sich alleine durch den Werbewert die Investitionen in die EXPO doppelt eingespielt haben."

Die Erfahrungen aus der EXPO 2005 sollten auch für die kommende Weltausstellung im Jahr 2010 in Shanghai genützt werden. Wichtig für die Planung des Österreich-Pavillons in Shanghai wird eine noch intensivere Vorbereitung auf die Eigenheiten Chinas, seiner Bevölkerung und des chinesischen Marktes sein. Leitl: "Auch in Hinblick auf diese Weltausstellung wollen wir einen Cluster für die Umwelttechnik- und Energiebranche bilden, um künftig noch besser gemeinsam auftreten zu können, denn in diesen Sektoren liegt unglaubliches Potential für Österreich." Die Experten der Außenwirtschaft Österreich (AWO) in China und die Tourismusexperten in Österreich werden analysieren, welches Image und welche Themenbereiche am Österreich-Pavillon in Shanghai am besten bedient werden sollen. Die AWO wird mit ihren Handelsdelegierten die Anstrengungen für die österreichische Wirtschaft im Vorfeld mit einem noch intensiveren Chinaschwerpunkt in ihrem Veranstaltungsprogramm verstärken. Außerdem wird sicher auch noch die Besuchdiplomatie auf politischer Ebene verstärkt werden, schließlich ist China Österreichs wichtigster Handelspartner in Asien und hinter den USA der zweitwichtigste Handelspartner in Übersee.

Die Weltsausstellung in Shanghai wird dreimal so groß wie Aichi (ca. 70 Mio. Besucher erwartet), sie wird auch wesentlich stärker auf internationale Besucher (z.B. 40 Mio. Auslandschinesen) abzielen. China wird 2010 die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sein und Shanghai soll dann innerhalb Chinas für Wohlstand und gute Lebensqualität stehen. Daher das Motto: better city - better life. Schwerpunkte der "Message Österreichs" wird auch in Shanghai Tourismus, Kultur und intakte Natur in einem hoch industrialisierten Land sein. (BS)

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