BZÖ-Scheuch zu ÖH: Am Abend wird der Faule fleißig

Mit BZÖ-Uni-Scheck Studienplatz für jeden österreichischen Maturanten - ÖH hat untaugliche Vorschläge und versucht, Problem zu bagatellisieren

Wien (OTS) - "Es ist zwar löblich, dass nun endlich auch die Hochschülerschaft etwas gegen den Massenansturm an Österreichs Universitäten unternehmen will. Aber erstens ist es 5 nach 12 und zweitens gehen die Vorschläge der rot-grünen ÖH völlig in Leere", so Bündnissprecher Uwe Scheuch in einer ersten Reaktion. Die ÖH habe als Vertretung der Studenten bisher völlig versagt, so Scheuch. "Zuerst haben sie den Kopf in den Sand gesteckt und sind aufgrund des EuGH-Urteils von 100 - 200 zusätzlichen Studenten aus dem EU-Raum ausgegangen. Dann hat es im Sommer und Herbst den Massenansturm von vorwiegend deutschen Studenten gegeben. Monate später kommt die ÖH nun mit halbherzigen Lösungsvorschlägen und versucht im übrigen schon wieder, das Problem zu bagatellisieren, indem ihre Vertreterinnen heute behaupten, der Ansturm sei bis auf das Medizin-Studium ausgeblieben. Tatsächlich konnte ganz Österreich vor einigen Tagen in einem ORF-Beitrag mitverfolgen, wie Lehrveranstaltungen in Psychologie aufgrund des Ansturms ins Wiener Austria Center verlegt werden mussten und selbst dort viele nicht einmal einen Sitzplatz bekommen haben. Es ist ein unglaublicher Skandal und eine Verhöhnung aller betroffenen Studenten, wenn die ÖH das einfach ignoriert."

Die Lösungsvorschläge der ÖH würden gar nichts bewirken. "Im Gegenteil. Der einzige Effekt der von der ÖH vorgeschlagenen zweisemestrige Eingewöhnungsphase ist die Verlängerung des Studiums um zwei Semester. Glauben die im ernst, dass es am Ende dieser Eingangsphase plötzlich zur wundersamen Studienplatzvermehrung kommt oder dass viele Studenten freiwillig aufhören und damit die vorhandenen Studienplätze ausreichen? Dieses Modell würde erst recht wieder Zulassungsprüfungen notwendig machen, die ja von der ÖH abgelehnt werden, ohne Alternativen nennen zu können", so Scheuch weiter.

Für den Bündnissprecher hat das BZÖ bereits die beste Lösung präsentiert: "Das von BZÖ-Chef Jörg Haider vorgestellte Modell eines Uni-Schecks für jeden österreichischen Maturanten bietet eine einfache, EU-rechtskonforme und leicht administrierbare Lösung der Uni-Misere. Im ersten Semester werden die Gebühren für alle Studienanfänger auf 5000 Euro erhöht. Die Differenz zur derzeit geltenden Studiengebühr von 363 Euro bekommt jeder österreichische Maturant in Form eines Uni-Schecks im Wert von 4.637 Euro gutgeschrieben. Beginnt er ein Studium, muss er automatisch nur 363 Euro einzahlen, die Differenz zur erhöhten Studieneingangsgebühr wird vom Uni-Scheck abgedeckt." Für heimische Studenten würde sich somit gar nichts ändern, das BZÖ-Modell garantiere, dass sie weiterhin nur 363 Euro Studiengebühr bezahlen müssen, so Scheuch.

"Durch unser Modell wird das Studium für Nicht-Österreicher empfindlich teurer und der Massenansturm wird ein Ende haben - damit garantieren wir allen österreichischen Maturanten einen Studienplatz. Das ist für unseren Bildungsstandort und unsere Zukunft unheimlich wichtig. Ich fordere die ÖH daher auf, unser Modell eines Uni-Schecks zu unterstützen und nicht nur deshalb zu blockieren, weil der Vorschlag vom BZÖ kommt", so der Bündnissprecher abschließend.

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