Treffen Präsident Moisiu und Präsident Leitl - Eröffnung einer Außenstelle der WKÖ in Tirana vereinbart

Österreichische Ausfuhren legten im 1. Halbjahr um 143% zu

Wien (PWK751) - Österreichische Unternehmen waren die ersten, die sich nach den politischen Veränderungen in Albanien im Land engagiert haben und sind vor allem im Infrastruktur- und Bankensektor sehr aktiv. "In diesen zwei Bereichen gibt es auch künftig noch viele Chancen und Möglichkeiten für österreichische Unternehmen. Zusätzlich besteht Nachholbedarf im Energie-, Umweltschutz- und Tourismussektor, wo Austro-Unternehmen mit ihrem Know-how in den kommenden Jahren in Albanien gut mitspielen werden", sagte WKÖ-Präsident Christoph Leitl anlässlich seines Treffens mit dem albanischen Präsidenten Afred Moisiu.

Die österreichischen Exporte nach Albanien boomen: 2004 legten sie um 39% zu und im ersten Halbjahr 2005 machte das Plus sogar sensationelle 143% aus. Hauptexportprodukte sind Maschinen, Straßenfahrzeuge, Getränke und Tabak, chemische Erzeugnisse sowie Nahrungsmittel. "Österreich ist in ganz Südosteuropa einer der wichtigsten Auslandsinvestoren, so auch in Albanien, wo wir die Nummer Drei sind", betonte Leitl. Rogner International führt sehr erfolgreich ein Hotel in Tirana, die OMV betreibt Erdölexploration und mit der Übernahme der bis dahin staatlichen Savings Bank durch die RZB hat Albanien wesentlichen Schritt zur Modernisierung des Bankensystems getätigt. Leitl ist überzeugt, dass sich die Investitionstätigkeit österreichischer Unternehmen noch verstärken wird. Positiv werde sich dabei auswirken, dass die AUA mittlerweile drei mal täglich Albanien von Österreich aus anfliegt. Die Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ hat das Potential Albaniens längst erkannt und wird in den kommenden Jahren auch verstärkt in ihrem Veranstaltungsprogramm Albanien mit einbeziehen. So wird im Frühjahr 2006 ein eigenes AWO-Marketingbüro in Tirana eröffnet.

Generell begrüßt die WKÖ eine weitere EU-Integration Albaniens. Die Unterzeichnung des "Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens" zwischen der EU und Albanien wird voraussichtlich Anfang 2006 unter österreichischem EU-Vorsitz erfolgen. Der Westbalkan ist auch ein Schwerpunkt der österreichischen EU-Präsidentschaft - im März 2006 ist ein EU-Außenministertreffen in Salzburg speziell für den Westbalkan geplant. (BS)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich,
AWO-Süd-Osteuropa (AWO),
Mag. Franz Rössler
Tel: +43 (0)5 90 900 4442,

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004