AK Benzinpreisanalyse zeigt: Benzinpreise steigen ungebremst - AK fordert Entlastung durch Pendlerabsetzbetrag NEU

Wirtschaftsminister soll endlich Versprechen wahr machen und für niedrigere Benzinpreise in Österreich sorgen

Wien (OTS) - Endlich eine wirkliche Entlastung für Pendler durch einen Pendlerabsetzbetrag NEU und eine Anhebung des Kilometergeldes auf 42 Cent fordert die AK. Eine aktu-elle, österreichweite Benzinpreisanalyse der AK zeigt: Die Spritpreise steigen in Österreich weiter ungebremst. Dieselfahrer mussten binnen eines Jahres um 21 Pro-zent oder 18 Cent pro Liter mehr zahlen. Bei Eurosuper waren es fast 20 Prozent oder 19 Cent. Ausweichen auf billige Diskonter können viele Autofahrer auch nicht mehr. Denn: Auch die Diskonter werden immer teurer. "Die Pendler müssen jetzt endlich wirklich entlastet werden", verlangt AK Präsident Herbert Tumpel, "die bis-herigen Entlastungen der Regierung sind viel zu wenig." So bringt die Anhebung des Pendlerpauschales um zehn Prozent einem Pendler mit Durchschnittseinkom-men auf einer typischen Pendlerstrecke (20 bis 40 Kilometer) nur 17 Euro Ersparnis im Jahr. Durch die ständigen Benzinpreiserhöhungen (Diesel, 60 PS, 5 Liter Ver-brauch) hat er aber eine Mehrbelastung von 153 Euro im Jahr. "Die angebliche Ent-lastung der Regierung gleicht nicht einmal ein Neuntel der Mehrbelastung aus", kri-tisiert Tumpel. Die AK fordert daher einen Pendlerabsetzbetrag NEU. Dieser Absetz-betrag wird automatisch von der Lohnsteuer abgezogen. Die bisherigen Pendlerpau-schalien werden in diesen Pendlerabsetzbetrag NEU umgewandelt um 300 Millionen Euro erhöht und mit Negativsteuerwirkung ausgestattet. Das heißt:
Arbeitnehmerin-nen und Arbeitnehmer, die so wenig verdienen, dass sie keine Steuern zahlen, be-kommen eine Gutschrift. Davon würden auch die Benützer öffentlicher Verkehrsmit-tel stark profitieren. Darüber hinaus verlangt die AK eine Anhebung des Kilometer-geldes auf 42 Cent. "Und außerdem soll die Regierung endlich ihre Versprechen an die Pendler wahr machen", verlangt Tumpel, "bisher hat nämlich noch kein Autofah-rer was von einer Benzinpreissenkung bemerkt, wie sie der Wirtschaftsminister versporchen hat. Die Regierung soll endlich wirklich Druck auf die Ölmulits machen, statt ihn nur anzukündigen."

Die AK hat im September die Preise bei 1.635 Tankstellen in ganz Österreich überprüft: Die Dieselpreise kletterten zwischen September 2004 und September 2005 um 18,2 Cent oder mehr als 21 Prozent hinauf, die Preise für Eurosuper im Vergleichszeitraum um 19,4 Cent oder knapp 20 Prozent.

Auffallend ist, dass es auf hohem Preisniveau zwischen den Bundesländern nur geringe Preisunterschiede gibt. Die Durchschnittpreise zwischen dem billigsten Bundesland (Kärn-ten) und dem teuersten Bundesland (Vorarlberg) liegen bei Eurosuper nur mehr um 2,6 Cent, bei Diesel um 4,1 Cent auseinander.

Der Preisvorteil bei Diskontern schmilzt dahin - im Schnitt nur mehr zwei Cent Unter-schied zur teuersten Markentankstelle: Diesel kostet bei Diskontern und Freien im Schnitt 1,024 Euro pro Liter, bei der teuersten Markentankstelle durchschnittlich 1,048 Euro pro Liter. Eurosuper macht bei Diskontern und Freien im Schnitt 1,163 Euro pro Liter aus, bei den teuersten Markentankstellen im Schnitt 1,178 Euro pro Liter.

"Die Studie beweist es: Die Benzinpreise sind auf Rekordhöhe, das Preisniveau ist in allen Bundesländern hoch und Ausweichen auf Diskonter nützt nichts", sagt Tumpel, "eine Entlastung der Pendlerinnen und Pendler ist also überfällig."

Daher verlangt die AK:
+ Die Pendlerpauschalien werden in einen Pendlerabsetzbetrag NEU umgewandelt, um 300 Millionen Euro aufgestockt und haben ebenfalls Negativsteuerwirkung.
+ Um insgesamt 30 Millionen Euro soll das Kilometergeld auf 42 Cent angehoben werden.

Service: Die aktuelle Benzinpreiserhebung unter:
www.abeiterkammer.at

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