Glawischnig zu Temelin: Trauriges Jubiläum - Temelin ist Monument für atompolitische Untätigkeit der österr. Bundesregierung

Schüssel u. Pröll schauen Atom-Plänen vor Österreichs Grenzen tatenlos zu

Wien (OTS) - "Heute vor fünf Jahren wurde der Block I des AKW Temelin erstmals hochgefahren. Seitdem gab es über 80 Stör- und Zwischenfälle, die einmal mehr unter Beweis stellen, dass Temelin kein sicheres AKW ist. Das ist ein trauriges Jubiläum", erklärt die Umwelt- und stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. "Temelin ist auch ein Monument für die jahrelange Untätigkeit der österreichischen Bundesregierung, die erst, als es schon viel zu spät war, aktiv wurde."

Das so genannte Melker Abkommen, mit welchem die Bundesregierung die österreichische Bevölkerung in Sachen Temelin beschwichtigen wollte, wurde in keinem einzigen Punkt eingehalten, wie der Anfang dieser Woche vorgelegte Bericht zum wiederholten Mal unterstreicht:
"Sicherheitsmängel en masse, kommerzieller Betrieb seit 2004 und keine Einklagbarkeit beim Europäischen Gerichtshof", fasst Glawischnig nur drei der gebrochene Vereinbarungen von BK Schüssel und dem damaligen Umweltminister Molterer zusammen.

Neben Temelin verfolgt die Atom-Lobby auch in anderen Nachbarstaaten weitreichende Ausbaupläne. Hier seien nur beispielhaft Ungarn, Slowenien und insbesondere die aktuellen Pläne in der Schweiz für ein Atomendlager erwähnt. "Wir haben BK Schüssel und BM Pröll bereits mehrfach aufgefordert aktiv zu werden um den Atom-Aktivitäten rund um Österreichs Grenzen aktiv zu begegnen. Die Bundesregierung verweigert dies bisher aus nicht nachvollziehbaren Gründen", kritisiert Glawischnig abschließend die verantwortungslose Atom-Politik der Bundesregierung.

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