ASFINAG: A 12 Roppener Tunnel: Startschuss zum Bau der zweiten Röhre

Die 5,1 km lange zweite Röhre wird im Zuge der Infrastruktur-Offensive der Bundesregierung deutlich früher gebaut als ursprünglich geplant

Imst (OTS) - Heute erfolgt im Rahmen eines Festaktes in Imst der feierliche Spatenstich zum Bau der Pigerbachbrücke. Dies gilt als erster Schritt hin zur Realisierung der zweiten Röhre des Roppener Tunnels. Die Brücke dient der Erschließung des Baustellengeländes am westlichen Tunnelportal. Nach der Fertigstellung der Verbindung über den Pigerbach schlagen die Mineure voraussichtlich im Juni 2006 die zweite Röhre an. 2009 wird das südseitig geführte Bauwerk für den Verkehr frei gegeben. Die anschließende Generalsanierung der bestehenden ersten Röhre soll bis 2010 abgeschlossen sein. Insgesamt fließen 115 Mio. Euro in den Bau der zweiten und die Generalsanierung der ersten Röhre.

NR Wittauer: Spitzenplatz in Tunnelsicherheit
Nationalrat Klaus Wittauer, BZÖ-Verkehrssprecher und Mitglied des Verkehrsausschusses, hob in Imst die positiven Auswirkungen des Projektes hervor: "Dieser vorverlegte Spatenstich ist ein wichtiger Impuls aus dem Beschäftigungsprogramm der Regierung vom 1. Mai 2005. Wir schaffen damit ein zweiröhriges und modernes Tunnelsystem und untermauern Österreichs europäischen Spitzenplatz in Sachen Tunnelsicherheit", so Wittauer.

Wichtige arbeitspolitische Maßnahme
"Ich freue mich, dass die zweite Röhre des Roppener Tunnels vorgezogen worden ist und heute mit dem Bau begonnen werden kann. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Maßnahme, die für die Verkehrssicherheit in diesem Bereich große Bedeutung hat, sondern dieses Projekt ist auch eine wichtige arbeitsmarktpolitische Maßnahme", erklärt Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa.

Die Sicherheitseinrichtungen sind weitreichend. So erhält die zweite Röhre insgesamt sieben Abstellnischen. Sieben befahrbare und 16 begehbare Querschläge verbinden ab 2010 die beiden Tunnels. Damit stehen alle 212 m Fluchtwege zur Verfügung. Die Belüftung erfolgt durch eine absaugende Halbquerlüftung. Großformatige, steuerbare Abluftklappen können entstehenden Rauch gezielt absaugen. Im bestehenden Tunnel entstehen unter anderem zusätzliche Abstellnischen sowie weitere Notruf- und Feuerlösch-Einrichtungen.

Konsequenter Weg der ASFINAG
"Die Abstände zwischen den sicherheitstechnischen Einrichtungen werden möglichst kurz gehalten. Sie liegen deutlich unter den gesetzlich geforderten Abständen", erläutert ASFINAG-Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Franz Lückler. "Der zweiröhrige Roppener Tunnel gilt bereits jetzt als mustergültiges Beispiel für einen modernen Straßentunnel. Die ASFINAG verfolgt damit konsequent ihr oberstes Anliegen. Nämlich Österreichs erstklassiges Straßennetz umfassend mit Sicherheitsmaßnahmen auszurüsten", so Lückler. Die Finanzierung des Tunnels und somit des Vollausbaus der A 12 Inntal Autobahn erfolgt zur Gänze durch Einnahmen der ASFINAG aus Maut, Vignette und LKW-Road-Pricing. Laut Verkehrsprognosen werden im Jahr 2020 pro Tag durchschnittlich 22.400 Kraftfahrzeuge den Roppener Tunnel passieren.

Rückfragen & Kontakt:

ASFINAG
Mag. Ingrid Partl
Pressesprecherin
Mobil: +43 664 60108 18933

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ASF0002