Fa. Manner: Stadt spricht sich gegen Denkmalschutz aus

Schicker: "Traditionelle Wirtschaftsbetriebe in Wien nicht gefährden!"

Wien (OTS) - Der geplanten Unterschutzstellung der Gebäude der Fa. Manner unter Denkmalschutz steht die Stadt Wien ablehnend gegenüber. "Umso mehr verwundert es mich, dass das Bundesdenkmalamt bereits von 'sehr weit fortgeschrittenen Plänen' spricht", betonte Planungsstadtrat Rudi Schicker Freitag anlässlich heutiger Medienberichte. In der offiziellen Stellungnahme der Stadt Wien im Rahmen des Verfahrens seien die Gründe für diese Ablehnung genau dargelegt. "Für die Stadt ist es wichtig, dass traditionelle Betriebe ihren Standort in Wien erhalten und damit auch Arbeitsplätze gesichert werden. Erstaunlich ist, dass gerade das Denkmalamt - wie bereits beim Hotel Sacher - hier erneut versucht, gegen die Interessen von Wiener Traditionsunternehmen zu agieren. Für Wien ist jedenfalls klar, dass es Firmen wie Manner auch künftig möglich sein muss, ihren Produktionsbetrieb auf modernstem Standard halten können", unterstrich Schicker.****

Im folgenden die Begründung der MA 19 - Architektur und Stadtgestaltung im Auszug:

"(...) das BDA beabsichtigt, die Anlage Manner-Fabrik in Wien 17., Wilhelminenstraße 6, Ger. Bez. Hernals, wegen Ihrer geschichtlichen, künstlerischen und kulturellen Bedeutung in Teilen, wegen öffentlichen Interesses an ihrer Erhaltung, unter Denkmalschutz zu stellen.

Gegen diese Absicht wird S t e l l u n g bezogen.

(...) Dieses hier skizzierte Gebäudekonglomerat spiegelt die jahrzehntelange Entwicklung der Firma Josef Manner an diesem Standort wider. Dieser Wiener Traditionsbetrieb mit dem Steffel als Markenzeichen ist an diesem Standort im Westen Wiens einer der letzten aktiven Industriebetriebe nicht nur in dieser Branche sondern insgesamt. Die Sicherung der Arbeitsplätze ist generell und speziell für die unmittelbare Umgebung sehr bedeutsam. Dem entsprechend ist die aktuelle und zukünftige betriebsstrukturelle Anpassungsfähigkeit zur Erhaltung des Betriebsstandortes ein wichtiger Aspekt, der sich ja am Gebäudebestand für die Vergangenheit ebenfalls ablesen lässt. Unter diesem Ziel der Erhaltung eines intakten Betriebes mitsamt seiner baulichen Betriebsanlage muss jedenfalls die ausreichende Anpassungsfähigkeit an die betrieblichen Erfordernisse oberste Priorität genießen.

Die Stadt Wien ersucht diese Umstände bei den weiteren Schritten zu berücksichtigen." (Schluss) gb

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