BioDiesel Vienna: BioDiesel-Produktion am Ölhafen Lobau wird schrittweise ausgeweitet

Erhöhung der Jahresproduktion auf 300.000 Tonnen BioDiesel pro Jahr

Wien (OTS) - Die BioDiesel Vienna GmbH (BDV), ein Unternehmen der Unternehmensgruppe Münzer, errichtet derzeit am Ölhafen Lobau eine BioDiesel-Anlage, die entscheidend zur nachhaltigen Versorgung Österreichs mit umweltfreundlichem Treibstoff beitragen wird. Mit einer Jahresproduktion von - vorerst - 95.000 Tonnen BioDiesel entsteht in Wien eine der größten und modernsten BioDiesel-Anlagen Europas. Die Anlage geht im Sommer 2006 in Betrieb. Für den Großteil der erzeugten Mengen existieren Abnahmeverträge mit der OMV, die bereits seit 1. Oktober 2005 an ihren heimischen Tankstellen Dieselprodukten 5 Prozent BioDiesel beimischt.

Um die Versorgungssicherheit Österreichs mit biogenen Treibstoffen zu gewährleisten, wird bereits Ende 2006 die Jahresproduktion auf 140.000 Tonnen erhöht. "Unser Ziel ist es, bis 2010 in der Lobau 300.000 Tonnen BioDiesel pro Jahr zu produzieren und damit nachhaltig die Versorgung Österreichs mit umweltfreundlichem Treibstoff - aus heimischer Produktion - sicherzustellen", beschreibt Ewald-Marco Münzer, Mitglied der Geschäftsleitung der BDV die engagierten Pläne des Unternehmens.

Künftig muss ein bestimmter Prozentsatz aller in Österreich verkauften Kraftstoffe biogenen Ursprungs sein. Die derzeitige Gesetzeslage sieht eine schrittweise Anhebung des Einsatzes umweltfreundlicher Kraftstoffe bis 2010 vor. Experten rechnen mit einem steigenden Bedarf an BioDiesel von derzeit etwa 300.000 Tonnen auf ca. 500.000 Tonnen im Jahr 2010.

"Mit der Erweiterung der BioDiesel-Produktion werden wir unsere Position am heimischen Markt weiter ausbauen - und die BioDiesel-Anlage Lobau den Erfordernissen der Zukunft anpassen", so Michael Münzer, ebenfalls Mitglied der Geschäftsleitung der BioDiesel Vienna.

BioDiesel-Produktion am Ölhafen Lobau: Umweltfreundlich und ausbaufähig

Die Ausweitung der Produktion am Standort Lobau wird derzeit geplant, bereits im Sommer 2006 wird mit dem Ausbau der Anlage begonnen. Mit 140.000 Tonnen Jahresproduktion ab 2006 und 300.000 Tonnen ab 2010 deckt die BioDiesel Vienna einen Großteil des einheimischen Bedarfes, stärkt die Wertschöpfung im Inland und sichert Arbeitsplätze.

"Die Beimischungsverordnung hat ja auch den Sinn, unsere Importabhängigkeit bei Energieträgern zu mildern, da ist es folgerichtig, dass wir die einheimische Produktion von BioDiesel ausweiten", so Michael Münzer.

Derzeit muss der Großteil des in Österreich verwendeten BioDiesels importiert werden.

Die BioDiesel-Anlage Lobau wird geplant und betrieben von der österreichischen BDV, als Technologielieferant konnte die BDI Anlagebau GmbH gewonnen werden - sie hat das gewählte Verfahren zur BioDiesel-Produktion entwickelt und verfügt über langjährige Erfahrungen in der BioDiesel-Produktion. Damit kommen die Technologie und das gesamte Know-how ausschließlich aus Österreich.

Errichtet wird die Anlage derzeit am Wiener Ölhafen Lobau. "Der gewählte Standort ist in mehrerlei Hinsicht ideal: Die benötigten Rohstoffe werden per Schiff oder Bahn angeliefert, und wir können das fertige Produkt direkt via Transportleitung in das benachbarte Lager der OMV liefern. So können wir auch bei der geplanten Produktionsausweitung ein vermehrtes Verkehrsaufkommen verhindern", betonen Ewald-Marco und Michael Münzer.

Produktion im Einklang mit der Umwelt

Zur Erzeugung dieses biologischen Treibstoffes werden in der Wiener Anlage ausschließlich pflanzliche Frischöle (hauptsächlich Rapsöl) verwendet. Die benötigten Rohstoffe kommen aus dem europäischen Raum. "Die Produktion läuft bei niedrigen Temperaturen und unter

Normaldruck ohne Emissions- oder Geruchsbelästigungen und geringen Schallemissionen", erklärt Michael Münzer das umweltschonende Produktionsverfahren.

Die Rohstoffe werden zu hundert Prozent verwertet, es entstehen keine Abfallfallprodukte. Mit dem bei der Produktion von BioDiesel anfallenden Nebenprodukt Pharmaglycerin wird die chemische Industrie versorgt. Als weiteres Nebenprodukt fällt das als Katalysator eingesetzte Kaliumhydroxid an und findet in der Düngemittelindustrie als Kaliumsulfat Verwendung.

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