Vorstand der österreichischen Lackindustrie neu bestellt

Günther Berghofer als Vorsitzender bestätigt, Hubert Culik und Heinz Leibetseder sind die neuen Stellvertreter

Wien (PWK750) - In der Berufsgruppensitzung vom 5. Oktober 2005 wurde der Vorstand der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie im Fachverband der chemischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) neu bestellt. Der langjährige Vorsitzende Günther Berghofer wurde in seiner Funktion für weitere fünf Jahre bestätigt. Neu wurde als erster Stellvertreter Hubert Culik gewählt, neuer zweiter Stellvertreter ist Heinz Leibetseder. Österreichs Lack- und Anstrichmittelindustrie besteht aus 29 Unternehmen, die insgesamt rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigen. 2004 betrug die Produktionsmenge 127.000 Tonnen mit einem Produktionswert von 361 Millionen Euro.

"Der Schwerpunkt der Berufsgruppentätigkeit liegt derzeit auf der Mitgestaltung der neuen europäischen Chemikalienpolitik, der Reform des EU-Chemikalienrechts, kurz REACH", so Vorsitzender Berghofer. Derzeit wird REACH im Umweltausschuss des europäischen Parlaments behandelt. Das Ziel ist erhöhte Sicherheit und Transparenz im Umgang mit chemischen Stoffen. Der vorliegende Verordnungsentwurf, der im Jahr 2006 endgültig verabschiedet werden soll, bietet aus Sicht der österreichischen Lackindustrie aber keinen praktikablen Ansatz für ein effizientes Chemikalienmanagement. Berghofer: "Leider wurden die Kompromissvorschläge der europäischen Kommission und Großbritanniens vom Umweltausschuss zurückgewiesen und darüber hinaus noch Verschärfungen für die Industrie vorgeschlagen."

"Durch die geplante Neuregelung des europäischen Chemikalienrechts wird jedenfalls die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen, aber auch europäischen Lack- und Anstrichmittelindustrie, nachteilig beeinflusst", warnt der neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hubert Culik. Das teure und bürokratische System werde in Europa viele Arbeitsplätze kosten. "Den Ansatz, mit REACH das Chemikalienmanagement EU-weit zu harmonisieren, trägt die Lack- und Anstrichmittelindustrie voll mit", versichert der ebensoso neu gewählte Stellvertreter Heinz Leibetseder. "Allerdings vermissen wir die notwendige Einfachheit und Anwenderfreundlichkeit." "Daher sieht es die Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie als vordringlichste Aufgabe an, alle nur möglichen Anstrengungen zu unternehmen, um REACH praktikabler und für die Mitgliedsunternehmen handhabbar zu gestalten", so die drei Interessenvertreter unisono. (JR)

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