LR Dr. Stöger steuert mit zukunftsorientierten Projekten gegen weiterhin steigende Frauen-Arbeitslosigkeit in Oberösterreich

Linz (OTS) - "Der beschäftigungsfeindliche Kurs der
Bundesregierung führte dazu, dass Frauen insbesondere auch in Oberösterreich immer stärker von Arbeitslosigkeit bedroht sind", kritisiert Frauen-Landesrätin Dr. Silvia Stöger in Hinblick auf die neuesten Arbeitsmarktdaten. Die Zahlen sind alarmierend:
Oberösterreich hat mit plus 10,4 % die dritthöchste Steigerung bei arbeitslosen Frauen, schlechter schneiden nur noch Kärnten mit 12,7% und Tirol mit 14,5% gegenüber den Vergleichsdaten des Vorjahres ab. Stöger: "Diese negative Entwicklung am Arbeitsmarkt führt letztendlich dazu, dass Frauen immer schlechtere Chancen auf ein selbst- und nicht fremdbestimmtes Leben haben."

In absoluten Zahlen weist die Statistik für Oberösterreich 12.290 arbeitssuchende Frauen aus. Dazu kommen noch weitere 4.298 (Steigerung von 5,2%) arbeitslose Frauen, die sich in Schulungen befinden und in den Arbeitsmarktdaten nicht einmal eingerechnet sind. "Diese Verfälschung von Arbeitslosenzahlen ist nichts Neues. Ich kann nicht verstehen, wieso man sich bewusst selbst bzw. die Bevölkerung anlügt, indem man Arbeitssuchende in teilweise sinnlose Schulungsmaßnahmen steckt, nur damit sie aus der Arbeitsmarktstatistik herausfallen. Das ist nichts als Schönfärberei der Bundesregierung", so Stöger.

Besonders von der steigenden Arbeitslosigkeit betroffen sind in Oberösterreich Frauen in den Altersgruppen von 20 bis 24 Jahren (+ 13,5 %), 40 bis 44 Jahren (+ 13,9 %) und über 50 Jahren (+ 19,9%) sowie Frauen ohne Schulabschluss (+ 18,0 %) oder nur Pflichtschulabschluss (+ 11,6 %). Hingegen ist die Arbeitslosigkeit bei Absolventinnen von Höheren Technischen Schulen (HTL) sowie Universitäten mit minus 6% deutlich gesunken.
"Das belegt klar, dass technisch geschulte beziehungsweise höher qualifizierte Frauen um vieles leichter Arbeit finden als Frauen mit Pflichtschulabschluss. Zusätzlich sind diese Jobs besser bezahlt und ermöglichen den Frauen somit ein abgesichertes, selbstbestimmtes Leben", betont Stöger. Sie forciert daher gemeinsam mit dem Büro für Frauenfragen des Landes entsprechende Berufsorientierungsprojekte für Mädchen und junge Frauen.
Der internationale alljährliche "Girls' Day" ist eines dieser Projekte: 11- bis 14jährige Mädchen sollen angeregt werden, andere als die drei meistgewählten Berufsziele (Sekretärin, Friseuse und Verkäuferin) in Betracht zu ziehen. Durch das Projekt "MUT2!" wird Mädchen bzw. Schulklassen ein Schnuppertag in Höheren Technischen Lehranstalten ermöglicht, damit Mädchen sehen, wie interessant technische Ausbildungen oder Schulen mit dem Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnologien sein können. Auch an der Johannes Kepler Universität Linz werden mit "FIT"-Aktionstagen ("Frauen in der Technik") detaillierte Informationen zu technischen Studienrichtungen geboten.

Ein weiterer Erfolg zur besseren Qualifizierung und Förderung von arbeitslosen Frauen ist mit der Durchsetzung der SP-Forderung nach einer Frauenstiftung in Oberösterreich gelungen. Bei diesem "FEM-Implacement" können 300 bis 500 Frauen Ausbildungen oder Schulabschlüsse vor allem in Berufsfeldern nachholen, in denen sie unterrepräsentiert sind. "Frauen war es zumeist unmöglich, sich für einen neuen und besser bezahlten Beruf zu qualifizieren, weil es einfach nicht leistbar war, während dieser Weiterbildung drei Jahre nichts zu verdienen bzw. mit dem Arbeitslosengeld zu leben", erläutert Stöger. "Mit der FEM-Implacement-Stiftung bekommen diese Frauen endlich eine echte Chance, wieder zurück ins Berufsleben zu finden".

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