- 05.10.2005, 12:12:40
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Kosteneinsparungen durch blutsparende Medizin 200 Transfusions-Spezialisten in Wien erwartet
Wien (OTS) - Aus "blutsparen.at" wird "blutsparen.eu": Nach dem
erfolgreichen "1. Österreichischen Kongress über blutsparende
Medizin", 2002 geht die richtungsweisende Kongress-Serie in die 2.
Runde und macht dabei einen Sprung auf die europäische Ebene. Im
Fokus stehen sowohl medizinische als auch ökonomische Vorteile von
Operationen mit möglichst geringem Blutverlust.
Der Kongress, der vom 05. - 07. Oktober 2005 im Jugendstiltheater
des Otto-Wagner-Spitals stattfindet, baut auf die bemerkenswerten
Ergebnisse des Vorgängerkongresses (2002, Wien) auf. Veranstalter ist
der Wiener Krankenanstaltenverbund gemeinsam mit dem
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Durch gesammelte Erfahrungen in den Krankenanstalten seit dem 1.
blutsparen.at-Kongress im Jahre 2002 konnte die Anzahl der im Wiener
Krankenanstaltenverbund verwendeten Blutkonserven bereits um nahezu
20 % gesenkt werden.
Im Fokus des 3-tägigen Kongresses steht das bereits vor 3 Jahren
formulierte Ziel, in Europa bis zu 5,2 Milliarden Euro pro Jahr durch
die konsequente Verminderung des Blutverlustes und strenge
Indikationsstellung der Blutkomponenten, das in der Folge eine
Reduzierung von Bluttransfusionen darstellt, einzusparen.
Mittlerweile wurde aus Mitteln des Strukturfonds eine Studie
durchgeführt, in der drei wesentliche Kriterien identifiziert wurden,
die die Menge der Bluttransfusionen wesentlich beeinflussen und deren
Optimierung sowohl einen sparsamen Ressourceneinsatz als auch die
Sicherheit der Patientinnen/Patienten gewährleisten kann:
- eine der Norm entsprechenden Menge von roten Blutkörperchen vor
dem elektiven operativen Eingriff
- eine Minimierung des Blutverlustes während eines operativen
Eingriffes
- eine dem Bedarf der Patienten angepasste Sicherstellung der
Sauerstoffversorgung des Gewebes
Dabei widersprechen sich Patientenwohl und Ökonomie ausnahmsweise
nicht. "Unterschiedliche Studien, sowie die tägliche Praxis in den
Krankenanstalten zeigen, dass Patienten, bei denen auf
Bluttransfusionen verzichtet wurde, in fast allen Fällen ein deutlich
verbessertes Heilungsbild, das u. a. in kürzeren Klinikaufenthalten
resultiert, aufweisen", so Prof. Paul Höcker vom AKH Wien und
Mitglied des wissenschaftlichen Kongress-Komitees.
Um die Vorteile der Verminderung des Blutverlustes und in der
Folge Reduktion der Bluttransfusionen auch über die Grenzen
Österreichs hinaus bekanntzumachen, findet der Kongress 2005 auf
europäischer Ebene statt, wobei an die 200 Delegierte aus rund 10
europäischen Ländern erwartet werden. Die in 2002 begründete
internationale Zusammenarbeit auf diesem noch recht jungen
medizinischen Fachgebiet wird durch Gastredner aus den USA,
Australien, Großbritannien und den neuen EU-Ländern fortgesetzt.
Dabei werden die Studie betreffend Maßnahmen zur Optimierung des
Verbrauches von Blutkomponenten bei ausgewählten operativen
Eingriffen in österreichischen Krankenanstalten und sämtliche Aspekte
des Blutmangements in der Medizin angesprochen. In interaktiven
Workshops werden einzelne Bereiche insbesondere zur Verminderung des
Blutverlustes weiter vertieft.
Namhafte Sponsoren haben ihre Unterstützung angekündigt, und
werden durch die begleitende Industrieausstellung weitere aktuelle
und wertvolle Informationen für die Delegierten bereithalten.
Rückfragehinweis:
BM für Gesundheit und Frauen Ministerbüro Mag. Daniela Reczek Tel.: ++43 1 711 00/4378 mailto:daniela.reczek@bmgf.gv.at http://www.bmgf.gv.at
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