- 05.10.2005, 11:02:08
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Tag der Apotheke am 11. Oktober 2005
Wien (OTS) - Erstmals österreichweite Aktion:
Gratis-Hausapotheken-Check in den Apotheken - Aktuelle Umfrage:
Österreicher bezeichnen die Ausstattung ihrer privaten Hausapotheken
als nicht gut bis unzureichend
Wer kennt das nicht: Man sucht daheim in seiner Hausapotheke nach
einem bestimmten Arzneimittel und muss feststellen, dass es längst
abgelaufen ist. Oder: Man ist nicht sicher, ob ein Medikament
tatsächlich passend ist, findet aber den erläuternden Beipacktext
nicht mehr. Beim diesjährigen Tag der Apotheke am Dienstag, dem 11.
Oktober 2005, lautet das Motto für die Kunden: Machen Sie Ihre
Hausapotheke fit! Der Tag der Apotheke findet heuer zum achten Mal
statt und soll den Österreicherinnen und Österreichern die Leistungen
ihrer Apotheke näher bringen.
Österreichweite Umfrage zu privaten Hausapotheken alarmiert
Eine neue Erhebung des Marktforschungsinstituts "Markant Market
Research" zeigt auf, dass es um die privaten Hausapotheken der
Österreicher nicht allzu gut bestellt ist. Die repräsentative Umfrage
wurde Anfang September 2005 unter 1000 Österreicherinnen und
Österreichern durchgeführt. Dabei gaben 40 Prozent - also fast die
Hälfte aller Befragten - an, dass ihre Hausapotheke nicht gut bis
unzureichend ausgestattet ist. In der Praxis bedeutet das, dass in
einer Vielzahl österreichischer Haushalte ein dringend benötigtes
Medikament im Notfall nicht bei der Hand ist. Jeder 7. Befragte gab
sogar an, überhaupt keine Medikamente zu Hause vorrätig zu haben.
"Das Ergebnis der Umfrage ist alarmierend. Dabei kann eine gut
sortierte Hausapotheke sogar Leben retten! Um hier Abhilfe zu
schaffen, bieten die Apotheken am Tag der Apotheke den
Hausapotheken-Check österreichweit kostenlos an", sagt Dr. Herbert
Cabana, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.
Hausapotheken: Professionelle Überprüfung fehlt
Jeder Österreicher hat das eine oder andere Arzneimittel zu Hause
liegen, eventuell in einer kleinen Hausapotheke. Doch viele wissen
nach einiger Zeit nicht mehr, wann und wie welches Arzneimittel
hilft. Statt die Medikamente richtig anzuwenden wird der stetig
wachsende Arzneimittelschatz im Badezimmerschrank oder in einer
Schublade ungenutzt gehortet. Das Bewusstsein der Österreicher für
Medikamente und eine im Notfall unersetzliche Hausapotheke fehlt
weitgehend. Zum einen ist die private Hausapotheke nur unzureichend
ausgestattet, zum anderen wird der wachsende Arzneimittelschatz kaum
kontrolliert. Denn 86 Prozent der Befragten haben laut Eigenangabe
ihre Hausapotheke noch nie von einem Apotheker oder einer Apothekerin
professionell überprüfen lassen.
11. Oktober 2005: Machen Sie Ihre Hausapotheke fit!
Am Tag der Apotheke bieten die Apothekerinnen und Apotheker den
Österreicherinnen und Österreichern an, ihre Hausapotheken in Schuss
zu bringen. Sie informieren über Wirkungen und Nebenwirkungen von
Arzneimitteln, über eine Notfallsapotheke für zu Hause und die
richtige Aufbewahrung der Arzneimittel im trauten Heim. Die Kunden
können ihre Medikamente in die Apotheke mitbringen, kostenlos auf
Tauglichkeit, Wirkung und Ablaufdatum überprüfen lassen und bei
Bedarf gleich gegen neue Präparate austauschen. "Die Österreicher
können auf das Wissen der Apotheker als Arzneimittelfachleute zählen.
Wir informieren über den richtigen Umgang mit Arzneimitteln"
erläutert Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen
Apothekerkammer. Mittlerweile ist der Tag der Apotheke zu einer
Institution geworden, der Name selbst zu einer Marke. Über 1.100
öffentliche Apotheken in Österreich beteiligen sich an diesem
beliebten Publikumstag.
Der richtige Umgang mit Medikamenten
Ob Tabletten, Kapseln, Dragees, Tropfen, Säfte, Zäpfchen oder
Ampullen: Medikamente müssen richtig aufbewahrt und korrekt
angewendet werden, um die gewünschte Wirkung zu erzielen und nicht zu
schaden. Beachten Sie immer die Lagervorschriften auf der Packung.
Arzneimittel sollten prinzipiell immer trocken, kühl und
lichtgeschützt aufbewahrt werden - am besten in einem eigens dafür
vorgesehen Behältnis, der so genannten Hausapotheke. Lassen Sie
Medikamente nie frei herumliegen. Fläschchen, Röhrchen und Döschen
immer fest verschließen. Die Hausapotheke sollte versperrt und vor
dem Zugriff durch Kinder gesichert sein. Wenden Sie Arzneimittel
niemals über das Ablaufdatum hinaus an. Lassen Sie Ihre Hausapotheke
einmal jährlich von Ihrer Apotheke überprüfen.
Was in eine Hausapotheke gehört
Die aktuelle Hausapotheken-Umfrage von Markant Market Research hat
ergeben, dass Fieberthermometer, Verbandmittel, Wund- oder Heilsalbe,
Pinzette und schmerzstillende Tabletten zu den Top 5 Produkten
gehören, die sich in den Hausapotheken der Österreicherinnen und
Österreicher befinden. Abführmittel haben dagegen lediglich knapp ein
Fünftel der Befragten in ihrer Hausapotheke vorrätig.
Eine gut sortierte Hausapotheke sollte folgendes beinhalten:
Schmerzstillende Tabletten, fiebersenkende Mittel, Husten-,
Schnupfen- und Abführmittel, Augentropfen, Mittel gegen Durchfall,
Verdauungsstörungen, Übelkeit und Allergie. Krampflösende und
entzündungshemmende Mittel, Wund-, Heil- und Brandsalben.
Desinfektionsmittel, Insektenschutz, diverse Verbandmittel,
Fieberthermometer, Schere, Pinzette und Wundbenzin. In den Apotheken
liegen aktuelle Checklisten für die Kunden auf. Auf der Checkliste
finden Sie alle wichtigen Produkte.
Apotheken in Österreich
In Österreich spielen die 1.176 öffentlichen Apotheken eine
wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Insgesamt beraten 4.700
Apothekerinnen und Apotheker die Bevölkerung in Gesundheitsfragen.
Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der
Apotheker. Sie erfolgt individuell und auf fachlich hohem Niveau. Bei
64,6 Prozent aller Beratungsgespräche dauert die Beratungszeit vier
bis zehn Minuten. Rund die Hälfte der Apotheken befindet sich am Land
oder in Kleinstädten.
Rückfragehinweis:
Österreichische Apothekerkammer Presse und Kommunikation Mag. Gudrun Reisinger und Mag. Jutta Pint Tel. 01/404 14 DW 600 und DW 601 Mobil: 0664-1615849 und Mobil: 0664-5350722 E-Mail: gudrun.reisinger@apotheker.or.at E-Mail: jutta.pint@apotheker.or.at
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