REACH - Scheele mit Abstimmung im Umweltausschuss zufrieden

Wien (SK) - Sehr zufrieden mit der heutigen Abstimmung des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments zur neuen Chemikalienverordnung REACH zeigt sich die SPÖ-Europaabgeordnete und Ausschussmitglied Karin Scheele. Durch die Verordnung soll es zu einer Registrierung und Evaluierung der in der EU in Umlauf befindlichen Chemikalien kommen. "Ein Verwässerungsversuch der EU-Kommission und einseitige Abänderungsanträge im Parlament haben während der letzten Wochen den Eindruck erweckt, die EU komme in dieser Angelegenheit den Interessen der Großkonzerne entgegen. Der bei der REACH-Verordnung federführende Umweltausschuss des EU-Parlaments hat heute den Gegenbeweis erbracht", so Scheele in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Insgesamt wurden 2000 Änderungsanträge vorgelegt, für eine detaillierte Einschätzung des Abstimmungsergebnisses brauche man Zeit. ****

Scheele: "Der Umweltausschuss hat mit der heutigen Abstimmung gezeigt, dass Europa die Umwelt- und Gesundheitsanliegen seiner Bürgerinnen und Bürger Ernst nimmt. Es gibt ein berechtigtes und wachsendes Bedürfnis nach weniger schädlichen Chemikalien, da in den letzten Jahren die Häufigkeit der umweltbedingten Krankheiten (Allergien, Krebs, Asthma, usw.) stark zugenommen hat." Die REACH-Verordnung beinträchtige auch keineswegs die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemie-Unternehmen.

"Die Mehrheit der Mitglieder im Umweltausschuss hat auch eine Reihe von Änderungsanträgen angenommen, die nutzlose Tierversuche kritisieren und auf die Förderung der Entwicklung alternativer Methoden drängen", betonte die Europaabgeordnete. Der ursprüngliche Entwurf der Verordnung habe zu sehr auf Tierversuche gesetzt und konnte heute entschärft werden. Scheele hofft, dass der Ministerrat diesen tierfreundlichen Aspekt der heutigen Abstimmung nicht wieder im Sinne der chemischen Industrie abändere. (Schluss) ns/mm

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