E-Control: Regulierungsbehörde hat Informationspflicht

Konsumenten haben ein Recht auf umfassende Darstellung von Daten und Fakten, auch Kosten betreffend

Wien (OTS) - Die Kritik von Landesrat Plank an Veröffentlichung
von Daten und Fakten zu Ökostrom durch die E-Control hat bei der Regulierungsbehörde Verwunderung ausgelöst. "Die E-Control hat gemäß § 24 Ökostromgesetz die gesetzliche Verpflichtung, die Ökostromentwicklung zu beobachten und Fehlentwicklungen aufzuzeigen. Zu den Aufgaben der Energie-Control GmbH gehört auch, dass man die Konsumenten über unangenehme Dinge, wie Kosten und Verpflichtungen, informiert.", betont der Geschäftsführer der Energie-Control GmbH, DI Walter Boltz.

Wie im kürzlich veröffentlichten Ökostrombericht der E-Control dokumentiert ist, ist es eine Tatsche, dass die Erzeugung von elektrischer Energie aus fester Biomasse und Biogas signifikant teurer geworden ist. Biomasse- und Biogas-Kleinanlagen bekommen einen von den Stromkonsumenten subventionierten Einspeisetarif in Höhe von 14 bis 16,5 Cent/kWh, obwohl der erzeugte Strom nur rund 4,5 Cent/kWh Wert ist. Und dazu geben Landesregierungen noch beträchtliche Investitionszuschüsse. "So werden sich diese Ökostromanlagen nie zur Marktreife entwickeln. Genau das wäre aber eines der ziele des Ökostromgesetzes!", so Walter Boltz.

Das Ökostromgesetz gibt einen Budgetrahmen von 120 Mio Euro pro Jahr vor. "Durch die Überförderungen sind jetzt aber schon 200 bis 250 Mio Euro für bereits genehmigte Ökostromanlagen verbraucht. Das kann man nicht einfach so hinnahmen!", so Walter Boltz. Nur die viel kostengünstigere Kleinwasserkraft hält den Budgetrahmen ein.

"Die Konsumenten haben ein Recht auf eine objektive Erläuterung von Daten und Fakten. Nur das ewige Negieren der Kosten bringt die Ökostromprogramme in ein schiefes Licht! So könnte der Eindruck entstehen, dass es gewissen Lobbies nur um die Subventionsmaximierung auf Kosten der Stromkonsumenten geht.", so Walter Botz. "Dabei gäbe es genügend sinnvolle Ökoenergie-Ausbauprogramme, wie Wasserkraftnutzung oder Wärmeversorgung mit Biomasse. Bei einem solchen Subventionsgezerre kommen aber womöglich auch die sinnvollen Programme unter die Räder."
Die von LR Plank gewünschten objektven Zahlen und Fakten liegen längst vor: Die Energie-Control hat einen ausführlichen Bericht zur aktuellen Ökostromentwicklung Anfang September 2005 veröffentlicht, der für jedermann auf der Homepage www.e-control.at abrufbar ist.

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