Wehsely: Jeder Arbeitslose ist einer zuviel!

Wiens Stadträtin für Integration und Frauenfragen gab beim Standard-Montagsgespräch Auskunft über SP-Wahlpositionen

Wien (SPW) - "Das Ergebnis ist ein herausragender Sieg der steirischen SPÖ mit wesentlichen bundespolitischen Auswirkungen: Die ÖVP hat die Mehrheit im Bundesrat und eines ihrer Kernländer verloren. Das ist ein klares Signal gegen die Politik der sozialen Kälte und vor allem in Graz, gegen das Chaos an den Universitäten", kommentierte die Wiener Stadträtin für Integration und Frauenfragen, Sonja Wehlsely beim "Standard"-Montagsgespräch die Auswirkungen der Steiermark-Wahlen. Im Anschluss beantwortete die Stadträtin Fragen zu kommunalpolitischen Themen und den Positionen der Wiener SPÖ in Hinblick auf die Landtags- und Gemeinderatswahlen 2005.****

"Kinderbetreuung ist ein wesentlicher Faktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wien ist das einzige Bundesland, in dem Kindergärten ganztägig, auch bis 20 Uhr geöffnet haben und in dem eine flächendeckende Versorgung gewährleistet ist", so Wehsely. Durch die soziale Staffelung der Tarife sei der Kindergarten in Wien für ein Drittel der Eltern gratis, ein weiteres Drittel bezahle ermäßigte Tarife. "Es ist eine Tatsache, dass es sich für Frauen in Wien am besten lebt", betonte Wehsely. Das würden auch die Zahlen belegen:
"Acht von zehn Frauen sind in der Bundeshauptstadt berufstätig, während es bundesweit nur sechs von zehn sind. Uns ist es wichtig, Frauen dabei zu unterstützen, selbstständig zu leben und dass sie selbst über ihren Lebensentwurf entscheiden können." Im Bereich der Pflege habe sich in Wien durch massive Verbesserung im baulichen Bereich und durch Kooperation mit privaten Einrichtungen sehr viel getan. Eines sei klar, so Wehsely: "Die Gesundheitsversorgung für alle Wienerinnen und Wiener ist auf hohem Niveau gewährleistet, gerade durch die Kompetenz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Wien setzt seit Jahren Initiativen für mehr Arbeitsplätze und investiere massiv in Forschung und Entwicklung. "Jeder vierte Arbeitsplatz befindet sich in Wien. 215.000 Menschen pendeln nach Wien, damit entschärft Wien das Arbeitslosenproblem anderer Bundesländer. Auch gibt es 16.000 Lehrlinge in Wien, 4.000 davon sind Nichtwiener. Heute bietet Wien 900.000 Arbeitsplätze, das sind um 57.000 mehr als noch vor 10 Jahren", stellte Wehsely klar. Die Mittel für den Arbeitsmarkt erhöhe Wien kontinuierlich, und dass obwohl Arbeitsmarktpolitik prinzipiell Bundessache sei. "Jeder Arbeitslose ist einer zu viel. Wir werden nie zufrieden sein, solange wir in Wien welche haben", unterstrich die Stadträtin. Bei den Lehrlingen bilde die Stadt Wien derzeit mehr als 1.200 Jugendliche aus, im Bund seien es gerade einmal 200. Man solle die Wirtschaft in die Pflicht nehmen, denn die Betriebe seien auf qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Deshalb sollten jene Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, in einen Fonds einzahlen, um so die Ausbildung zu fördern, so Wehsely.

Zum abschließenden Integrationsthema erklärte Wehsely: "Wien ist in weltoffene, multikulturelle Stadt, wo es immer Zuwanderung gegeben hat. Vielfalt ist Normalität in Wien. Wir unterstützen Zuwanderer dabei, Deutsch zu lernen und durch Integration im Kindergarten. Wir haben die Sprachkurse auf 6000 jährlich verdoppelt. Auch fördern wir interkulturelle Kompetenz durch bilinguale Klassen", erläuterte die Stadträtin, die abschließend betonte: "Das hat aber nichts mit Beliebigkeit zutun: Demokratie und Frauenrechte gelten für alle, woher sie auch kommen." (Schluss) tr

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