Krainer zu Temelin-Bericht: ÖsterreicherInnen haben Recht auf Information

Regierung führt Bevölkerung an der Nase herum

Wien (SK) - "Es kann doch nicht sein, dass der österreichische Umweltminister so tut, als wäre alles in Ordnung und nicht einmal die Menschen in unserem Land informiert", stellte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer zur Vorlage des Temelin-Berichts am gestrigen Tag fest. Krainer hat in einer ersten Reaktion bereits die Veröffentlichung des Expertenberichts als "reichlich spät" bezeichnet. Offensichtlich hat BM Pröll aufgrund des für ihn vernichtenden Ergebnisses mit der Veröffentlichung zugewartet. "Der Umweltminister hat sicher nicht zufällig den Tag nach dieser denkwürdigen Wahl in der Steiermark und den Verhandlungsstreitereien rund um den EU-Beitritt der Türkei dafür ausgewählt, den Bericht zu präsentieren", so Krainer am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Offenbar hofft Pröll noch immer, dass untergehen wird, wie er und Kanzler Schüssel die Bevölkerung und die Öffentlichkeit "jahrelang an der Nase herumgeführt haben". Denn wie aus dem Bericht hervorgehe, sei Temelin heute "um keinen Deut sicherer" und weise weiterhin massive Sicherheitsmängel auf. Damit zeige sich einmal mehr, dass das Melker Protokoll "nicht das Papier wert ist, auf dem es geschrieben ist" und nur als Beruhigungspille für die Bevölkerung gedacht war, so Krainer. Die SPÖ fordert jedenfalls klare Information über den Bericht und Aufklärung, wie es mit Temelin weitergehen soll, so der SPÖ-Umweltsprecher abschließend. (Schluss) ps

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