Notruf aus Simmering

VP-Prochazka: Fehlende Erstversorgung kann in Simmering Leben kosten

Wien (OTS) - "Die Simmeringer sind für die SP-Stadtregierung offenbar Bürger 2. Klasse. Anders kann ich mir nicht erklären, warum unserem Bezirk mit fast 70.000 Einwohnern kein eigener Rettungsstützpunkt zuerkannt wird. In Simmering hat zwar das Grüne Kreuz seinen zentralen Standort, wird aber nicht in den Wiener Rettungsverbund aufgenommen, was zur Folge hat, dass im Notfall keine Spitalseinlieferungen erfolgen dürfen. Verwaltungstechnische Schikanen der Stadt Wien gefährden die Gesundheit der Bevölkerung bei der notfallmedizinischen Versorgung. Das lassen sich die Simmeringerinnen und Simmeringer nicht mehr gefallen", so Leo Prochazka, Klubobmann und Spitzenkandidat der ÖVP Simmering.

Schildbürgerstreich der Stadt Wien

Der Obmann des Vereins "Grünes Kreuz" für Wien und Niederösterreich, Walter Tögel, kämpft seit Jahren, gemeinsam mit der ÖVP Simmering, um die Aufnahme in den Rettungsverbund. "Wir sind professionell organisiert, isozertifiziert, von der Aufsicht der MA 15 laufend geprüft und auch per Bescheid von der MA 15 zugelassen, die Aufnahme in den Rettungsverbund, bestehend aus der Wiener Rettung, dem Roten Kreuz, den Samaritern, Maltesern und Johannitern, wird uns aber verweigert. Es ist ein Schildbürgerstreich der Stadt Wien: Handelt es sich um einen Unfall, dürfen wir den Patienten ins nächste Unfallkrankenhaus fahren, handelt es sich aber um schlechte Vitalwerte, die eine stationäre Krankenhausaufnahme notwendig machen, wie etwa bei einem Herzinfarkt, dürfen wir den Patienten, nicht ins Spital bringen."

Das Grüne Kreuz muss einen Rettungswagen unter 144 anfordern und warten, bis ein Rettungswagen des Rettungsverbundes den Patienten übernimmt und ins nächstgelegene Krankenhaus führt "Das kostet wertvolle Zeit. Minuten, die um Leben oder Tod entscheiden können. Manchmal vergehen mehr als 30 Minuten! Eine Aufnahme in den Rettungsverbund könnte diesen Missstand beseitigen. Wir haben der Stadt Wien angeboten, einen Rettungswagen mit Besatzung für den Zentralraum Simmering, ohne jeglicher Kosten für die Stadt Wien, zur Verfügung zu stellen - das Angebot wurde von der SP-Stadtregierung bis dato nicht beantwortet", so Tögel, über die unerklärliche Vorgehensweise auf Kosten der Patienten.

Gustl Starek, Ex-Internationaler und Fußballtrainer bringt es auf den Punkt: "Erstversorgung ist, wie ich am eigenen Leib erfahren habe, von großer Wichtigkeit. Die Sozialdemokratische Partei sollte sozial sein. Wie sie aber in Simmering agiert, spricht gegen jegliche sozialdemokratische Gesinnung. Es gibt keinen plausiblen Grund, der gegen das Grüne Kreuz spricht. Die Organisation muss in den Rettungsverbund aufgenommen werden."

VP-Tamandl: "Wählen wir Gesundheit" gilt nicht für Simmering

Die SPÖ plakatiert in Wien:"Wählen wir Gesundheit" - Simmering ist davon ausgenommen. Sie läßt sich feiern, tut aber nichts für die BezirksbewohnerInnen. "Herr Bürgermeister, handeln sie endlich! Die Bevölkerung in Simmering wächst stetig und die Erstversorgung wird immer schlechter. Simmering braucht einen eigenen Rettungsstützpunkt und zwar so schnell wie möglich. Zeigen sie die versprochene Demut, auch vor der Simmeringer Bevölkerung. So kann es nicht weitergehen!", fordert Abg. z. NR Gabriele Tamandl, Landesparteiobmann Stellvertreterin und Obfrau der ÖVP Simmering.

Die ÖVP Simmering hat eine Unterschriftenaktion gestartet. Schon nach wenigen Stunden konnten knapp 1000 Unterschriften gesammelt werden. Prochazka und Tamandl unisono: "Wir werden diese Unterschriftenaktion fortsetzen, bis die SP-Stadtregierung den Forderungen der Simmeringerinnen und Simmeringer endlich nachkommt und eine Erstversorgung gewährleistet, die dem internationalen Standard entspricht."

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