SP-Winterauer: Mit hohler Imagekampagne ist der ländliche Raum nicht aufzupäppeln

ÖVP selbst hat kleine Landgemeinden massiv ausgehöhlt und geschwächt

Linz (OTS) - Mit einem Impulsprogramm für den ländlichen Raum will Schwarz-Grün in Oberösterreich die Lebensqualität eben dort verbessern. "Wie es scheint, leidet die ÖVP an massivem Realitätsverlust, wenn sie jetzt mit einer Kampagne unter dem Titel "Land blüht auf" die ländlichen Gemeinden als attraktiven Lebensraum anpreist und dabei entweder vergisst oder bewusst verschweigt, dass es gerade die Maßnahmen der schwarz/blau/orangen Bundesregierung, wie die Schließung von Gendarmerieposten und Postämtern waren - in Oberösterreich brav durchgezogen von Schwarz-Grün - die den ländlichen Raum derart geschwächt haben. Ihn jetzt mit einer inhaltsleeren Imagekampagne wieder aufpäppeln zu wollen, sieht Landesgeschäftführer LAbg. Reinhard Winterauer als bloßen Marketinggag der ÖVP, mit dem die triste Situation in den ländlichen Gemeinden schöngefärbt werden soll.

Anders dagegen die Herbstkampagne der SPÖ "Zusammenhalt. Braucht neuen Mut." "Nur gemeinsam kann es uns gelingen, für alle OberösterreicherInnen ein lebenswertes Umfeld zu schaffen, unabhängig davon, wo sie wohnen. Wir suchen den Dialog mit den Menschen in den Städten und Gemeinden, um zu erfahren, welche Sorgen und Nöte sie haben und Ideen für ein besseres Miteinander zu sammeln", betont Winterauer.

In den letzten Jahren wurde die Infrastruktur in den ländlichen Regionen ohne Rücksicht auf die Menschen, die dort leben massiv verschlechtert. Immer mehr Menschen sind gezwungen, in die Städte abzusiedeln, Ältere werden von der Versorgung abgeschnitten und Betriebsansiedlungen gefährdet, weil es keine funktionierende Infrastruktur mehr gibt. Mit dem Greißlersterben hat es begonnen, dann kamen die Post- und Finanzämter, Gendarmerieposten und Bezirksgerichte, jetzt drohen Kasernenschließungen, ebenso wie die Einstellung von Buslinien, bei der Finanzierung der Regionalbahnen will sich der Bund einfach aus der Verantwortung stehlen. Morgen sind es vielleicht kleinere Volksschulen, Außenstellen von Krankenkassen und Bezirkshauptmannschaften oder Gemeindeverwaltungen, die geschlossen oder zusammengelegt werden. "Wertvolle Arbeitsplätze in ohnehin strukturschwachen Gebieten werden vernichtet", warnt Winterauer.

Als Vorsitzender des SP-Gemeindevertreterverbandes sieht er auch eine große Gefahr in der Finanznot der heimischen Gemeinden. "Die Gemeinden brauchen dringend mehr Geld durch eine gerechtere Verteilung der Steuermittel, wenn sie für die Bevölkerung auch künftig eine funktionierenden Infrastruktur zur Verfügung stellen wollen", so Winterauer abschließend.

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