ÖAMTC-Initiative "Sicherer Schwerverkehr": Bessere Lenker-Schulung gefordert (Teil 2)

ÖAMTC-Lkw-/Bus-Training ist maßgeschneidert für jedes Unternehmen

Wien (OTS) - Maßgeschneidert auf die jeweiligen Anforderungen des Unternehmens werden von den ÖAMTC-Fahrsicherheits-Instruktoren gezielt Schwerpunkte gesetzt. Etwa Maßnahmen um gefährliche Situationen bereits im Vorfeld zu vermeiden, das Einschätzen anderer Verkehrsteilnehmer, das Einschätzen der Fahrzeugabmessungen, das Auffahren- und Hintereinanderfahren, das Rangieren (vorwärts und rückwärts), sowie das Verhalten in unklaren Verkehrssituationen (Vorrang, Kreisverkehr, etc.) und das Verhalten gegenüber schwächeren Straßenbenützern (Kinder, Fußgänger, Radfahrer etc.), wobei die Lkw-/Bus-Fahrer durch eine Videoaufzeichnung ihre Fehler besser erkennen können. Im bewusstseinsbildenden Fahrertraining werden mit dem Teilnehmer Lösungen erarbeitet um Stress, Ermüdung, Monotonie, Übersättigung und körperlichem Unbehagen entgegenzuwirken. Weiters werden Strategien für eine antiaggressive Einstellung und die sich daraus ergebende defensive Fahrweise erarbeitet.

Ein Tankwagenfahrer z.B. muss die Eigenheiten seiner Ladung abschätzen können, für einen Zusteller im städtischen Nahverkehr wiederum liegt das größere Unfallrisiko im engen Rangieren. Die ÖAMTC-Kurse gehen konkret auf die Besonderheiten der jeweiligen Sparte ein und umfassen neben dem Fahrtraining mit Videoanalyse auch die richtige Sicherung der Ladung, Tipps für Spritsparen und Methoden zur Stressbewältigung.

Richtiges Dimensionieren, Verteilen und Sichern von Ladeeinheiten ist das Um und Auf für eine sichere Lkw-Fahrt. Daher bietet der ÖAMTC ein spezielles neues Trainings- und Schulungsangebot zur Ladungssicherung an. Die Kräfteeinwirkungen stehen dabei ebenso am Programm wie die Auswirkungen von falsch gesicherter Ladung auf das Fahrzeug, Fahrzeugstabilität und Schwerpunkt. Aber auch die Berechnung der Nutzlast und des Nutzvolumens eines Lkw oder Lkw-Zuges wird von den ÖAMTC-Profis geschult.

Vom ÖAMTC-Tankwagen-Kippfahrzeug bis zum Economy-Training

Um die Fahrsicherheit der Tankwagenfahrer besser trainieren zu können, hat der ÖAMTC ein "Tankwagen-Kippfahrzeug" bauen lassen, das mit zusätzlichen Stützrädern ausgerüstet ist. Beim Training wird den Lenkern von Gefahrengütern eindrucksvoll demonstriert, dass die Flüssigkeit im Tank schon bei kleinen Fahrfehlern die Fahrstabilität des gesamten Fahrzeuges gefährlich beeinträchtigt. Tankwagentrainings führt der ÖAMTC bereits seit 1986 europaweit durch. Diese haben bisher schon rund 10.000 Tankwagenfahrer aus Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, England, Schweiz, Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei und Belgien absolviert. Vor allem BP, Shell und die OMV, sowie deren Frächter schicken laufend ihre Mitarbeiter zum ÖAMTC-Training.

Aber auch mit dem ÖAMTC-Economy-Training wurden schon Hunderte Fahrer auf stressfreies, materialschonendes und daraus resultierend auf wirtschaftliches Fahren geschult. Fast zehn Prozent weniger Kraftstoffverbrauch im Training und rund vier Prozent im Alltagsverkehr sind das Ergebnis. Dabei wird auch aufgezeigt, dass ökonomisches Fahren keinen Zeitverlust darstellt. Gefahren wird im realen Straßenverkehr, auf Bundesstraßen, auf der Autobahn und im städtischen Bereich. Einerseits wird die Umwelt durch die richtige Fahrtechnik mit weniger Abgasen belastet, andererseits wird auch der Fahrkomfort für den Fahrgast z.B. im Bus erhöht. Diese Effekte werden durch vorausschauendes Fahren, richtige Blicktechnik und rechtzeitiges Schalten erzielt. Das Economy-Training wird individuell auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt. Es werden die eingesetzten Fahrzeugtypen mit speziellen Messgeräten ausgerüstet, die die notwendigen Daten zur Analyse des Fahrstils der Fahrer liefern.

ÖAMTC-AUVA-Aktion "Arbeitsplatz Straße"

Die Ausbildung der Kraftfahrer, die beruflich mit Bus, Lkw, aber auch Pkw unterwegs sind, ist auch wesentlicher Schwerpunkt der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Die AUVA, die Jahr für Jahr Millionen in die Verkehrssicherheit investiert, unterstützt massiv das Projekt "Arbeitsplatz Straße". Im Rahmen der ÖAMTC-AUVA-Kooperation "Arbeitsplatz Straße" trägt die AUVA einen wesentlichen Beitrag der Kurskosten.

ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren in ganz Österreich

Der ÖAMTC hat seine weit über unsere Grenzen hinaus anerkannten und mit dem neuesten Stand der Technik ausgerüsteten Fahrsicherheitszentren in ganz Österreich und hat mit neun Zentren als einziger Club weltweit ein flächendeckendes Fahrsicherheits-Netzwerk. ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren gibt es in Niederösterreich in Teesdorf und am Wachauring bei Melk, in der Steiermark in Lang-Lebring und Kalwang, in Kärnten in Mölbling, in Oberösterreich in Marchtrenk, in Salzburg in Saalfelden, in Tirol bei Innsbruck/Süd und in Vorarlberg in Röthis. In allen Zentren werden auch Lkw-/Bus-Fahrsicherheitstrainings durchgeführt.

Infos individuell und auf der Homepage des Clubs

Infos über ein Spezialtraining für Berufskraftfahrer bzw. für Firmen, sowie über Kosten und allfällige Fördermodelle gibt es unter Telefon (02253) 81 700-2101.

Informationen über Fahrsicherheitstrainings gibt es aber auch auf der Homepage des Clubs im Internet unter
http://www.oeamtc.at/fahrsicherheit/.

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial vom ÖAMTC-Fahrsicherheitstraining und speziell auch vom Lkw-/Bus-Training findet man im Foto-Service auf der Homepage des Clubs im Internet unter http://www.oeamtc.at/presse/.

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Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Hannes Kerschl
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