PRÖLL: EU-PRÄSIDENTSCHAFT ZU IMPUSLEN FÜR NEUES MOBILITÄTSBEWUSSTSEIN NUTZEN

Enquete "Mobilität der Zukunft und Grenzen des Wachstums"

Wien (OTS) - Welche Ursachen behindern eine ökologisch und gesundheitlich verträgliche Verkehrsentwicklung und welche Strategien und Instrumente braucht es im Zeitalter der Globalisierung für eine zukunftsfähige Mobilität? Diesen Fragen zur Mobilität der Zukunft und den Grenzen des Wachstums stellen sich heute, Montag, Umweltminister Josef Pröll, die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, die Leiterin der Europäischen Umweltagentur, Jacqueline McGlade, Christian Felber von Attac Österreich im Rahmen einer Enquete im Wiener Parlament. "Das wachsende Verkehrsaufkommen ist eine Hauptursache für steigende Treibhausgase, Luftschadstoffe und Lärmbelastung. Umweltverträgliche Mobilität ist daher eine der größten umweltpolitischen Herausforderungen - national und international. Österreich wird während seiner Ratspräsidentschaft 2006 die Chance nutzen, in Europa Impulse für ein neues Mobilitätsbewusstsein zu setzen. Das bedeutet Klimaschutz durch eine beträchtliche Reduktion der Treibhausgase, Gesundheitsschutz durch die Verminderung der Schadstoffemissionen und den Schutz der Kinder durch kinderfreundliche Mobilitätskonzepte und eine Neuorientierung der Verkehrs- und Siedlungsplanung", so Umweltminister Josef Pröll. ****

Wichtige Maßnahmen für saubere Luft wurden bereits umgesetzt: Ab 1. Jänner 2005 wurden die Partikelgrenzwerte für neue Diesel-Pkw halbiert und seit 1. Juli werden neue Diesel-Pkw mit Partikelfilter durch einen Steuerbonus von 300 Euro begünstigt. Gleichzeitig gibt es ein Malussystem für neu zugelassene Diesel-Pkw ohne Russpartikelfilter. Auch bei Baumaschinen gibt es eine Förderung für Partikelfilter. Nächste Schritte sind die 80 Prozent- Absenkung der Partikelgrenzwerte für neue LKW ab 1. Oktober 2005 und der Einsatz Österreichs für eine raschere Verschärfung der Partikelgrenzwerte für PKW in der EU. Bei der Umsetzung der Biokraftstoff-Richtlinie ist Österreich Vorreiter in Europa. Seit 1. Oktober ist die Beimischung von 2,5 Prozent Biokraftstoff oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen Pflicht. Ein Aktionsprogramm für Erdgas und Biogas als Kraftstoff wird vorbereitet.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Lebensministeriums ist die Initiative klima:aktiv mobil für Klimaschutz im Straßenverkehr mit umfangreichen Aktions-, Beratungs- und Förderprogrammen. Erste Umsetzungsmaßnahme ist die Umweltförderschiene "Betriebliches Mobilitätsmanagement" mit einem Beratungsprogramm für Betriebe. Dabei stehen Flottenumstellungen, Logistik und attraktive Bus- und Bahnangebote für Penderlnnen im Mittelpunkt. Zusätzlich sind kommunales und regionales Mobilitätsmanagement, das die Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs erhöhen soll und ein Masterplan für Radfahrer und Fußgänger geplant. Image- und Bewusstseinskampagnen für umwelt- und gesundheitsschonendes Mobilitätsverhalten wie die Aktion "Saubere Luft - Alles für unsere Kinder tun" oder die Spritsparkampagne sind ein weiterer Schwerpunkt des Ressorts.

"Die Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 werden wir massiv für eine weitere Verschärfung der Euro 5 Abgasnormen für Diesel-Pkw und leichte Nutzfahrzeuge nutzen. Auch eine weitere Absenkung des 2008 in Kraft tretenden Euro 5 Grenzwertes für Stickoxide bei schweren Nutzfahrzeugen ist dringend erforderlich. Darüber hinaus wird sich Österreich für die erweiterte Förderung von Biokraftstoffen und parallel dazu für eine steuerliche Begünstigung von Bio-Beimischungen einsetzen", so Umweltminister Josef Pröll abschließend.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0003