LT-Präs. Mader seit 35 Jahren aktiver Politiker (von HR Dr.Heinz Wieser)

Innsbruck (OTS) - Am 4. Oktober sind es 35 Jahre, daß der heutige Präsident des Tiroler Landtages, Prof. Ing. Helmut Mader, bei der an diesem Tag abgehaltenen Wahl zum Tiroler Landtag erstmals ein Mandat für unser Landesparlament erhielt. Schon 1967 wurde er zum Stadtjugendobmann seiner Partei in Innsbruck gewählt.
Damit ist Präsident Mader der am längsten dienende aktive Politiker Tirols. Er zählt heute zu den erfahrensten, vielseitigsten und kreativsten politischen Repräsentanten in unserem Land und viele meinen darüber hinaus. Unser Landtagspräsident ist weithin unbestritten zu einer Instanz der Sicherung politischer Umgangskultur und des übergeordneten Ausgleiches geworden, die anerkannt und gehört wird. Auf die einmal gestellte Frage, was ihn denn wohl bewogen habe, Politiker zu werden, antwortete Mader:"Ganz einfach, die Möglichkeit für die Menschen in unserem Lande positiv zu wirken." Gleich nach den Landtagswahlen von 1970 ließ er sich freiwillig auf Wunsch der damals verantwortlichen Landespolitiker vom Landtag in den Bundesrat entsenden. Er wurde dort wenige Tage nach seinem 30. Geburtstag schon Präsident des Bundesrates und erregte österreichweit als jüngster Vorsitzender beider Republiken (übrigens bis heute) beachtliches Aufsehen. War er doch dadurch damals zugleich für ein halbes Jahr Österreich ranghöchster ÖVP-Politiker.
Sein Werdegang ist durch über drei Jahrzehnte hindurch gekennzeichnet von einem besonders engen Verhältnis zur Bevölkerung, der er sich in zahlreichen Funktionen zur Verfügung stellte. Er kennt die Arbeit in den Ortsgruppen als langjähriger Obmann einer solchen ebenso wie jene für die Landeshauptstadt als Bezirk, in der er seinerzeit Bezirksobmann der Jungen ÖVP und später des AAB war, ehe er zum Landesobmann des Tiroler AAB gewählt wurde. Seit 2001 ist er Ehren-Landesobmann d.AAB-Tirol und Ehrenringträger des ÖAAB.
Seine mit immer größeren Mehrheiten erfolgten Wahlen zum Betriebsrat und zum langjährigen Zentralbetriebsratsvorsitzenden der TIWAG, eines der größten Unternehmen unseres Landes, in dem er auch in kürzester Zeit die größte Tiroler Betriebsgruppe aufzubauen vermochte, ist ein eindrucksvoller Beweis sowohl für Einsatzfreude wie auch für Erfolg im Arbeitnehmerbereich. Er schied erst bei seinem Regierungseintritt 1989 aus diesem Unternehmen aus.
Ab 1975 wirkte er als Innsbrucker Abgeordneter und vielseitig (auch auf Polit.Akademien) ausgebildeter Politiker wieder im Tiroler Landtag und betreute durch zwei Jahrzehnte hindurch die politische Ausbildung innerhalb der Tiroler Volkspartei. Seine Freude und Hingabe zu Tradition und Werten führt er auf seine Mitgliedschaft seit - inzwischen seit 45 Jahren - bei der Kathol.Studentenverbindung Ambronia an der Innsbrucker HTL zurück, zwischenzeitlich trägt er stolz die Farben von sieben TMV und zwei CV-Verbindungen.
Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Landeshauptmann Eduard Wallnöfer schenkte ihm seine Fraktion das Vertrauen als dessen Nachfolger als ÖVP- Klubobmann im Landtag, wobei ihm sein gutes Verhältnis zu allen Teilorganisationen ebenso wie seine Konsensbereitschaft und Kontaktfähigkeit mit anderen politischen Parteien zugute kam. Er schuf auch die überhaupt ersten Klubräume für seine Landtags-Fraktion dort, wo sie heute noch arbeitet.
Ein erster Höhepunkt seiner politischen Karriere war zweifellos 1989 die Berufung in die Tiroler Landesregierung durch Landeshauptmann Dipl. Ing. Dr. Alois Partl und die Wahl zum 1. Landeshauptmann-Stellvertreter als Nachfolger seines Freundes LHStv. Prof. Dr. Fritz Prior. Zahlreich sind seine bleibenden Initiativen aus diesem Zeitraum, die mit seinen Ressorts für Jugend (Gründung des Jugend-Landtages), Familien, Frauen, Senioren (die letzten beiden Referate waren Neugründungen Maders, die er zum JUFF zusammenführte), Arbeitsmarkt- und Arbeitnehmerförderung (u.a. erstes Arbeitnehmerförderungsgesetz), Personal (u.a Gründung der TILAK zusammen mit LR Greiderer) und Sport (u.a. Totalrenovierung des Landessportheimes) zusammenhängen.
Zwei unglaublich lange Funktionsperjoden ehrenamtlicher unermüdlicher Tätigkeit hat Helmut Mader bisher im Verein Technikerhaus seit 1964 (!) hinter sich, in dem er immer noch als Obmann wirkt und mitten im Schülerheim wohnt, sowie 30 Jahre als Präsident des zweitältesten Tiroler Fußballvereines FC Veldidena, bei dem er einst selbst spielte und diese Funktion noch immer innehat. Mader, einst selbst beim ITV aktiv, war von 1972-1987 auch Präsident des Tiroler Leichtathletikverbandes und einige Jahre Österr.Vizepräsident des TaekWonDo-Verbandes.
Am 5. April 1994 wurde Mader einstimmig zum Präsidenten des Tiroler Landtages gewählt. Nur kurze Zeit später gab es schon frischen Wind in dieser neuen Landtagsperiode sowohl in Richtung Eigenständigkeit wie besserer innerer Organisation des Tiroler Landesparlamentes, auch in räumlicher, personeller und finanzieller Hinsicht. Auch die Heranführung des Landtages an die Bevölkerung und besonders auch an die Jugend gelang ihm und seinem ambitionierten Team in der Landtagsdirektion durch Führungen, Unterlagen (auch für Schulen) und Vorträge.
Ein dichtes Kontaktprogramm zu den Nachbarländern unterstrich das neue Selbstbewußtsein des Landtages in seiner grundsätzlichen Funktion ebenso wie in seiner neuen großräumigen Aufgabenstellung. Es kam auch zu Sitzungen mit reicher Tagesordnung des sogenannten Dreierlandtages (Bundesland Tirol, Südtirol und Trentino) 1996 in Riva, 1998 in Meran, 2000 in Innsbruck, 2002 in Riva und heuer in Meran. Auf Maders Initiative gehen auch die umfassenden Renovierungsarbeiten des Landtagssitzungssaales, der St. Georgskapelle und des Treppenaufganges im Alten Landhaus zurück. Aber auch die Landschaftliche Pfarrkirche Mariahilf erhielt zum 350-jährigen Bestandsjubiläum im Jahre 1998 durch umfangreiche Renovierungsarbeiten einen neuen Glanz. Renoviert wurde auch das Pfarrhaus von Mariahilf.
Im vergangenen Jahr konnte über Maders Initiative ebenfalls im Bereich von Mariahilf eine Kunstkammer eröffnet werden, wodurch eine wesentliche Bereicherung der sakralen Kultur der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck erzielt werden konnte.

In Maders Zeit fällt auch die größte Verfassungsänderung seit 1945 mit dem Beschluß einer neuen Landesverfassung in Verbindung mit der Neufassung des Gesetzes über Untersuchungsausschüsse sowie der Geschäftsordnung. Seit drei Jahren steht Mader auf Ersuchen des Landes dem Aufsichtsrat der Hypo(Landes)BankTirol ehrenamtlich als Vorsitzender zur Verfügung.
Präsident Maders Amtsverständnis als Landtagspräsident in Tirol hat österreichweit Beachtung gefunden, vor allem deshalb, weil er sich in seinen vielen politischen Funktionen stets für die Interessen und eine stärkere Position der Länder eingesetzt hat. so auch 18 Monate lang im Österreich-Konvent. Die große diesjährige Deutsch-Österreichische Konferenz in Innsbruck aller Landtagspräsidenten und Landtagsdirektoren, die alle ausnahmslos teilnahmen, und die durch Vertreter der nationalen Parlamente wie durch die Teilnahme der Südtiroler Landtagspräsidentin in ihrer Bedeutung unterstrichen wurden, fand große Beachtung.
Gleichfalls durch sein ganzes politisches Wirken zieht sich wie ein roter Faden seine aufopfernde Tätigkeit im Bereich der politischen Bildung und zahlreich sind seine Festreden, Druckbeiträge und Publikationen. Die Verleihung des Berufstitels "Professor" durch den Herrn Bundespräsidenten zeugt davon äußerlich.
Mader, auch Ehrenringträger der Landeshauptstadt, ist heute Präsident der Stadtmusikkapelle Wilten, Ehrenhauptmann der Wiltener Schützen und Ehrenmajor des Innsbrucker Bataillons sowie ua .Ehrenmitglied bei den Schützen und der STMK von Mariahilf/St.Nikolaus.

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