Jede Woche stirbt in Österreich ein Kind an den Folgen eines Unfalles!

Nationaler Aktionsplan für Kindersicherheit schafft Abhilfe

Wien (OTS) - In Österreich ereignen sich jährlich 171.000 Kinderunfälle. Täglich bedürfen 465 Kinder nach Unfällen einer medizinischen Behandlung und jede Woche stirbt ein Kind an den Folgen eines Unfalles. Damit stellen Unfälle im Kindesalter die häufigste Todesursache dar. Eine Tatsache, die weitgehend unbekannt ist. Ausgehend von diesen Fakten hat sich das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, das Österreichische Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter- kurz GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und das Institut Sicher Leben zum Ziel gesetzt, für mehr Kindersicherheit in Österreich einzutreten.

Mit Unterstützung der Europäischen Kommission und in Zusammenarbeit mit der European Child Safety Alliance (ECSA) läuft zurzeit in 18 europäischen Ländern ein Projekt mit dem Titel "Child Safety Action Plans". Das Ziel dieses Projektes ist die strategische Planung und Ausführung von Nationalen Aktionsplänen zur Kindersicherheit in den 18 Teilnehmerländern. In Österreich findet in Zusammenhang mit diesem EU weiten Projekt am 3. Oktober 2005 im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen das erste nationale Treffen aller maßgeblichen Institutionen, die im Bereich Kindersicherheit Verantwortung tragen, statt. Im Zuge dieser Veranstaltung werden ausgehend vom Status Quo gemeinsam Maßnahmen und Empfehlungen zur Erhöhung der Kindersicherheit erarbeitet, die in Folge in den ersten Österreichischen Aktionsplan für Kindersicherheit einfließen werden.

"Unfälle sind keine Zufälle, sie haben Ursachen und das bedeutet, dass sie durch das Beseitigen der potentiellen Gefahren verhindert werden können. Ziel des Nationalen Aktionsplanes für Kindersicherheit ist es, dafür zu sorgen, dass Kinderunfälle und deren schwere Verletzungsfolgen reduziert werden und Kinderunfallverhütung auf die politische Agenda gehoben wird," sagt Univ. Prof. Dr. Michael Höllwarth, Vorstand der Univ.-Klinik für Kinderchirurgie in Graz und Präsident von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE.
Für die Zukunft von entscheidender Bedeutung ist die Bereitschaft der Politik, an einer Reduktion der Kinderunfälle maßgeblich mitzuwirken. Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen unterstützt die Entwicklung eines Nationalen Aktionsplanes für Kindersicherheit. Frau Bundesministerin Maria Rauch-Kallat hat sich zum Ziel gesetzt, "Österreich bei der Sterblichkeit durch Kinderunfälle vom derzeitigen EU-Rankingplatz 9 auf zumindest Platz 3 vorrücken zu lassen".
"Dass durch ein konzentriertes Programm auch in Österreich die Zahl der tödlichen Unfälle in wenigen Jahren um ein Viertel reduziert werden kann," davon ist Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes Sicher Leben, überzeugt. "Nicht zuletzt ist das Thema Unfallverhütung auch auf der Tagesordnung der europäischen WHO-Ministerkonferenz in Bukarest im September 2005 gestanden, bei der die Einsetzung von Nationalen Aktionsplänen zur Unfallverhütung eingefordert wurde." Die Vernetzung aller im Bereich Kindersicherheit Tätigen ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und das erste nationale Treffen am 3. Oktober 2005 im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen ein Meilenstein.

Wien, am 3. Oktober 2005 Rückfragehinweise: BM für Gesundheit und Frauen Ministerbüro Mag. Christoph Hörhan Tel.: ++43 1 711 00/4379 christoph.hoerhan@bmgf.gv.at http://www.bmgf.gv.at Mag. Gudula Brandmayr GROSSE SCHÜTZEN KLEINE Auenbruggerplatz 34 8036 Graz tel: 0316 395 3764 e-mail: gudula.brandmayr@klinikum-graz.at www.grosse-schuetzen-kleine.at Mathilde Sengölge, P.T., M.P.H. Institut Sicher Leben Ölzeltgasse 3 1031 Wien Tel: 01 715 66 44 321 e-mail: mathilde.sengoelge@sicherleben.at www.sicherleben.at

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