Arbeitslosigkeit: Silhavy fordert Impulse für Inlandsnachfrage

Wien (SK) - Die neuesten Arbeitsmarktdaten zeigen, dass die bisherigen Reaktionen der Bundesregierung auf die dramatischen Arbeitslosenzahlen "zu spät gekommen und noch dazu falsch sind", erklärte SPÖ-Sozialsprecherin Heidrun Silhavy Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Mit McJobs kann die Inlandsnachfrage nicht erhöht werden, und genau dies sei dringend notwendig, damit es endlich zu einer Verringerung der Arbeitslosigkeit kommt." Die besondere Situation des Dienstleistungssektors, aus dem nahezu 137.000 arbeitslose Menschen kommen, zeige laut Silhavy deutlich das Fehlen der Kaufkraft auf. ****

Gerade Frauen seien von dieser Entwicklung überproportional betroffen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Frauen um weitere sieben Prozent sei alarmierend, betonte die SPÖ-Abgeordnete. Frauen, die ohnedies häufig nur Teilzeitjobs bekämen, seien im Fall der Arbeitslosigkeit oftmals von Armut bedroht. In diesem Zusammenhang bekräftigte die SPÖ-Sozialsprecherin erneut die Forderung nach einer spürbaren steuerlichen Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen sowie einer Erhöhung der Negativsteuer.

Wenig Verständnis zeigte Silhavy für die Weigerung der Regierung hinsichtlich der Errichtung eines Lehrlingsfonds. Es sei unverständlich, warum man sich für eine Wettbewerbsverzerrung zugunsten nicht ausbildender Betriebe stark mache. Auf der anderen Seite würden auch keine zusätzlichen Mittel für Hilfsprogramme für 25-49-jährige Männer angeboten, ebenso fehlen weiter Impulse durch Infrastrukturmaßnahmen, so Silhavy abschließend. (Schluss) wf/mp

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