Strache: Gewalt in der Schule: Forderungskatalog an BM Gehrer

Mehr Kontrollen, Schulpsychologen und Lehrerschulung

Wien, 22-07-2005 (fpd) - Die Bereitschaft zur Gewalt bei Jugendlichen ist in den vergangenen Jahren statistisch nicht gestiegen. Erhöhtes Aggressionspotential und eine sinkende Hemmschwelle beim Waffengebrauch machen auch ein Umdenken in der Schulpolitik notwendig, erklärt der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache in der Sondersitzung des Gemeinderates.

Nach dem tragischen Tod eines Schülers an einer Währinger Schule durch einen Messerstich hat die FPÖ daher heute einen Beschlussantrag eingebracht, damit der Gemeinderat an Bildungsministerin Gehrer herantritt und folgendes einfordert,

- die Erstellung eines Informations- und Maßnahmenbündels zur Gewaltprävention an Schulen zu veranlassen.

- zu prüfen, in wie weit bestimmte Präventivmaßnahmen im Hinblick auf das Mitführen von sicherheitsgefährdenden Gegenständen getroffen werden können.

- alle notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit Gewalt in der Schule hintangehalten wird. So können Aggression und Betätigungsdrang z.B. durch ein gezieltes Sport- und Bewegungsangebot abgearbeitet bzw. gesteuert werden.

- umgehend Gespräche mit den Landeshauptleuten zu initiieren, damit auch die Ressourcen in den Ländern im Bereich der Gewaltprävention erhoben und verbessert werden können.

Weiters wird Bundesminister Gehrer aufgefordert, mittels der Schulbehörde I Instanz

- statistische Angaben zu aggressiven und gewaltorientierten Vorfällen an Schulen zu erheben,

- ein Symposium der Schulpartner im Bereich Konfliktbewältigung, Kommunikation und Aggression durchzuführen und

- unter Prüfung einer Ausweitung der Möglichkeiten des schulpsychologischen Dienstes den gezielten Einsatz von Schulpsychologen sowie speziell auf schulische Gewalt ausgebildete Mediatoren zu verstärken bzw. zu installieren. Ziel einer solchen Ausweitung ist es, dass der schulpsychologische Dienst verstärkt von sich aus seine Dienste den Schulpartnern vor Ort anbietet.

Die Freiheitlichen wollen mit dieser Intiative einen Beitrag leisten, um die Gewalttaten an den Schulen der Bundeshauptstadt wieder einzudämmen, schloss Strache. (Schluss)am

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