Razborcan: 3 zusätzliche Lehrstellen am Flughafen Schwechat

Lehrstellensituation auch in Region Schwechat dramatisch schlecht - für 54 junge Menschen nur 5 gemeldete offene Lehrstellen

St. Pölten, (SPI) - Die Lehrstellensituation hat sich in ganz Niederösterreich die vergangenen Jahre weiter verschlechtert. Im August waren in Niederösterreich 2.096 junge Menschen auf der Suche nach einer Lehrstelle, das sind um 23,7 % mehr als noch im Vorjahr, demgegenüber waren aber nur 578 offene Lehrstellen gemeldet. Die Abschaffung der Lehrlingsstiftungen, von der derzeitigen Bundesregierung vorgenommen, hat hier die Situation nur noch verschärft "Auch die Region Schwechat bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. 54 jungen Menschen, die eine Lehrstelle suchen, stehen derzeit nur 5 gemeldete offene Ausbildungsplätze gegenüber. Auch wenn im September mit dem AMS eine neue Lehrplatzoffensive startete, bleiben die Aussichten trist. Im ersten Lehrjahr erhalten ja Betriebe, welche ab Stichtag 31.12.2004 zusätzliche Lehrplätze anbieten, pro Lehrling, der zwischen 01.09.2005 und 31.08.2006 seine Ausbildung beginnt, monatlich 400 Euro ausbezahlt. Im zweiten Lehrjahr erhalten sie 200 Euro und im dritten immerhin noch 100 Euro. Sicher ein positiver Anreiz für die Wirtschaft, aber eben nur ein Anreiz", so der Schwechater SP-LAbg. Gerhard Razborcan.****

Razborcan sieht vor allem in Großbetrieben bzw. Betrieben, die eigene Lehrwerkstätten führen bzw. geführt haben, noch freies Potential. "Auf mein Gespräch hin hat sich der Flughafen Wien Schwechat nun bereiterklärt, zusätzlich zu den ohnehin bereits aufgenommenen Lehrlingen 3 neue Lehrstellen zu schaffen. Das freut mich wirklich und ich darf mich herzlichen bei den Flughafenverantwortlichen bedanken", so Razborcan. Es ist klar, dass alle Unternehmen auf Kosten und Gewinn schauen müssen. Die Wirtschaft sollte sich aber auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden. Vor allem Großbetrieben, wie beispielsweise dem Flughafen, würde es sicher leichter fallen, den einen oder anderen zusätzlichen Lehrplatz anzubieten. Großbetriebe mit eigenen Lehrwerkstätten hätten hier sicher zusätzliches Potential. "Klar ist aber, dass diese Einrichtungen viel Geld kosten und zusätzlicher Unterstützung bedürfen. Viele Lehrwerkstätten wurden in den vergangenen Jahren aufgelassen bzw. die Ausbildungsplätze reduziert. Die öffentliche Hand hätte hier konzentriert und bestens ausgestattet die Möglichkeit, mit vorhandenen Kapazitäten neue Ausbildungsplätze zu schaffen und davon könnten hunderte junge Menschen profitieren", so Razborcan.
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