ÖH Uni Wien: Zugangsbeschränkungen werden Selbstzweck

Zugangsprüfungen kosten genauso viel wie hunderte Lehrveranstaltungsplätze

Wien (OTS) - Die vom Rektorat verwendeten Zahlen zur Feststellung der zu erwartenden StudienanfängerInnen sind völlig willkürlich festgelegt worden. Auf die bisherigen realen Inskriptionszahlen wurden 80 Prozent der Internetvoranmeldungen aufgeschlagen. Wie das Rektorat auf diese Zahl kommt, bleibt ein Geheimnis von Winckler und Co. Nur durch dieses Kunststück wurde die ebenfalls willkürlich festgelegte "Kippzahl" (Indikator des sogenannten "Frühwarnsystems", der über die Inkraftsetzung von Zugangsprüfungen entscheidet) in mehreren Studienrichtungen überschritten. "Es ist wieder augenscheinlich, dass der politische Wille zu Zugangsbeschränkungen mehr Einfluss auf die Berechnungsmethoden nimmt als die realen Inskriptionszahlen", ärgert sich Doris Gusenbauer vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien über die Vorgehensweise des Rektorates.

Dass es um jeden Preis Zugangsprüfungen geben soll, zeigt die Absurdität des Auswahlverfahrens an der Psychologie: Für drei Tage zu je 10.000 Euro wird das Wiener "Austria Center" angemietet. Um dieses Geld hätte gut ein Dutzend LektorInnen angestellt werden können, was die Knappheit der Seminarplätze entschärfen könnte. Doris Gusenbauer zu dieser Ressourcenverschwendung: "Ein paar hundert zusätzlichen Studierenden hätte damit der Beginn des Psychologiestudiums ermöglicht werden können. Statt Geld so zu investieren, dass Zugangsbeschränkungen nicht nötig wären, wird es lieber in die Beschränkungen selbst verpulvert."

Rückfragen & Kontakt:

ÖH Uni Wien - Öffentlichkeitsarbeit
Magdalena Köhle, 0664/820.37.57
Dominik Sinnreich, 0676/638.93.37

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OHW0002