GPA-Jugend: Ausbildung statt Kombilohn!

Jugendliche dürfen nicht in Mc-Job-Sackgasse geschickt werden!

Wien (GPA/ÖGB) - "Endlich nimmt die Regierung ein bisschen Geld in die Hand, um die Schulungen der Arbeit suchenden Jugendlichen auszuweiten. Das gesamte Arbeitsmarktpaket kostet fast 285 Millionen Euro, doch was bringt es wirklich?", fragt sich der Vorsitzende der GPA-Jugend, Rene Pfister.++++

"Wenn Bundeskanzler Schüssel sagt, dass Personen weitergebildet werden sollen, meint er offensichtlich, dass sie in Kursen und Schulungen vor der Arbeitsmarktstatistik versteckt werden. Der Bundeskanzler scheint da bei der langjährigen Gewerkschaftsforderung nach lebenslangem Lernen etwas grundsätzlich falsch verstanden zu haben", ärgert sich Pfister.

"Die Situation am Lehrstellenmarkt ist nach wie vor katastrophal. Wir fordern einen Ausgleich zwischen jenen Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, und jenen, die das nicht tun. Es ist nicht einzusehen, dass die SteuerzahlerInnen und einige wenige Unternehmen, die noch ausbilden, die gesamten Ausbildungskosten für FacharbeiterInnen und Angestellte tragen. Die Unternehmer müssen endlich aufhören, die Gewinne zu horten und ihrer Verantwortung nachkommen", ist Pfister von der Notwendigkeit eines Lastenausgleiches überzeugt.

"Der von der Bundesregierung vorgeschlagene Kombilohn ist ein völlig untaugliches Modell zur Lösung der Beschäftigungsprobleme in Österreich. Betroffen sind überwiegend Jugendliche ohne Perspektive, die ein Jahr aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden, um im Idealfall einem Mc Job nachzugehen, von dem sie nach Ablauf des einen Jahres nicht leben können. Diese amerikanischen Verhältnisse kann außer der Bundesregierung wohl niemand wollen!", schließt Pfister.

ÖGB, 3. Oktober
2005 Nr. 560

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